Der Aufwärtstrend bei Elektroautos in Deutschland hat sich im Juli weiter gefestigt. 78.609 reine Elektroautos wurden neu zugelassen, wie aus den aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Gegenüber dem Juli 2025 entspricht das einem kräftigen Plus von 61,7 Prozent. Der Anteil der E-Autos an allen Pkw-Neuzulassungen kletterte damit auf 29,3 Prozent – fast jeder dritte neue Pkw war also rein elektrisch unterwegs.
Damit erreichten Elektroautos laut Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) den historisch dritthöchsten Monatsanteil in Deutschland und zugleich den mit Abstand höchsten seit dem Ende der gewerblichen E-Auto-Förderung im August 2023. Auch über den bisherigen Jahresverlauf zeigt der Trend klar nach oben: Von Januar bis Juli wurden 446.615 neue Elektroautos registriert, 50,2 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Elektroauto-Anteil liegt seit Jahresbeginn bei inzwischen 25,5 Prozent.
Fast doppelt so viele ausländische E-Autos
Auffällig ist dabei die zunehmende Bedeutung internationaler Automobilhersteller. Nach vorläufiger VDIK-Auswertung entfielen im Juli 38.824 Elektroautos auf internationale Marken, satte 93,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit kamen sie auf 49,4 Prozent des gesamten BEV-Marktes – so viel wie noch nie in einem einzelnen Monat. Seit Jahresbeginn liegt ihr Anteil bei rund 45,5 Prozent. „Das starke Produktangebot an bezahlbaren BEVs im Einstiegssegment kommt gut an“, kommentiert VDIK-Präsidentin Imelda Labbé. Internationale Hersteller lieferten inzwischen jedes zweite batterieelektrische Fahrzeug in Deutschland, wobei mehr als die Hälfte davon wiederum aus Europa komme.
Während reine Elektroautos stark zulegen, entwickelt sich der Gesamtmarkt deutlich gemächlicher. Insgesamt wurden im Juli 268.068 neue Pkw zugelassen, lediglich 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Plug-in-Hybride legten um 12,5 Prozent auf 30.609 Fahrzeuge zu und kamen auf 11,4 Prozent Marktanteil. Sämtliche vom KBA als Hybrid eingestuften Fahrzeuge – darunter auch nicht extern aufladbare Voll- sowie lächerlich wenig elektrische Mildhybride – erreichten zusammen 39,3 Prozent des Marktes.
Produktion geht indes leicht zurück
Deutlich bergab ging es hingegen bei den klassischen Verbrenner-Kategorien: Die Zahl der Benziner sank um 29,7 Prozent, ihr Marktanteil fiel auf 18,9 Prozent. Diesel verloren 21,8 Prozent und kamen noch auf 11,8 Prozent. Parallel sank der durchschnittliche CO₂-Ausstoß aller neu zugelassenen Pkw um 15,1 Prozent auf 91,2 Gramm je Kilometer.
Etwas weniger erfreulich fallen die Produktionszahlen aus. In Deutschland wurden im Juli 322.700 Pkw hergestellt, sechs Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der VDA führt dies vor allem auf eine mehrwöchige Produktionspause bei der Umrüstung eines Werks für die Fertigung von Elektrofahrzeugen zurück. Seit Jahresbeginn liegt die Pkw-Produktion mit 2,43 Millionen Fahrzeugen drei Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Quelle: KBA, VDIK, VDA – Pressemitteilungen vom 7. August 2026









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