E-Cannonball 2020: Fahrzeugfeld ist größer und bunter denn je

E-Cannonball 2020: Fahrzeugfeld ist größer und bunter denn je
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Die Projektmacher

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Bereits am Elektro-Cannonball 2019 nahmen E-Fahrzeuge teil, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Renault ZOE waren ebenso vertreten wie der Audi e-tronJaguar I-PACE sowie diverse Tesla-Modelle. Doch 2020 wird es noch größer und bunter, wie die Veranstalter der Elektroauto-Verbrauchsvergleichsfahrt zu verstehen geben. Mittlerweile ist man im dritten Jahr der Veranstaltungsreihe angekommen. 60 Fahrzeuge fahren vom 25. bis 27. September 2020 von Berlin nach Moers in Nordrhein-Westfalen.

Wie im Jahr zuvor wollen die Teilnehmer unter Beweis stellen, dass die Elektromobilität bereits im Alltag angekommen ist und funktioniert. Es gilt zu dokumentieren, dass es ohne Probleme möglich ist, mit Elektrofahrzeugen auch weite Strecken zurückzulegen. Die Veranstalter geben zu verstehen, dass nach der deutschen Straßenverkehrsordnung unter dem Motto: „Köpfchen vor Bleifuß“ gefahren wird.

Die Teilnehmer treten in vier Leistungsklassen an. Je nach Leistungsklasse gibt es die ein oder andere Einschränkung zu berücksichtigen. Während Fahrzeuge mit großen Akkus mit exakt 50 Prozent im Akku starten und mit genau diesem Prozentsatz auch am Ziel ankommen müssen, sind die mit kleinerem oder ganz kleinem Akku entsprechend begünstigt. Wer dann mit 51 Prozent startet oder mit 49 ankommt, erhält Strafpunkte.

Das Fahrzeugfeld ist größter und bunter denn je. Hauptsponsor Euronics ist mit dem von ihm vertriebenen Aiways U5 dabei. Zwei BMW i3 und Audi Etron 55, Honda-E, Kia e-Niro, je drei Hyundai Ioniq und Hyundai Kona, ein Jaguar I-Pace, ein Mercedes EQ-V und ein Mercedes EQC 400, ein Nissan E-NV 200 und zwei Nissan Leaf, ein Opel Ampera e und ein Corsa e, ein Peugeot Partner L2, wie Polestar 2, drei Porsche Taycan, zwei Renault ZOE, Ein Seat Mii electric, ein Skoda CitiGo.E, ein Smart ForTwo EQ, alle Modelle und viele Ausführungen von Tesla, ein VW Caddy, ein e-UP, drei eGolfs, drei ID.3 und ein Käfer Cabrio Umbau, sowie ein 66er Mustang E.

In der sogenannten Hero Klasse werden zudem drei umgebaute Fahrzeuge mitfahren, die besonders günstige Voraussetzungen geschaffen bekommen. „Sie werden dadurch keine Nachzügler sein“, beschreibt der E-Cannonball-Initiator den Unterschied zu den Vorjahren. Während die anderen bereits ihre Ergebnisse feierten, waren in 2018 und 2019 einige noch lange unterwegs. Das soll in diesem Jahr anders sein.

Weil diese schlicht modifiziert wird. Aufgaben, die erst beim Start mitgeteilt werden, werden die Fahrt künstlich erschweren. Die Aufgaben machen das Ganze deutlich spannender „und den Teilnehmern und Zuschauern eine Herausforderung liefern“. Erstmals wird jedes Fahrzeug einen digitalen Tracker an Bord. Mit seiner Hilfe kann ein Live-Ranking der einzelnen Leistungsklassen online verfolgt werden. „Man kann in Echtzeit sehen, wo welcher Teilnehmer gerade ist“, erläutert Ove Kröger.

In puncto Corona-Pandemie ist Ove Kröger völlig entspannt. Er geht nicht davon aus, dass sie die Durchführung der Veranstaltung tangiert. An Start- und Zielort gäbe es klare Hygienekonzepte. Der E-Mobilität-Influencer Robin Schmid wird am Zielort, am Van der Valk Hotel in Moers, die Teilnehmer erwarten und die Event-Veranstaltung moderieren.

Den Startschuss gibt in Berlin Ove Kröger selbst. Er kann noch nicht sagen, ob er mit einem verunfallten, wieder aufgebauten Tesla Model 3 oder mit dem Tesla Model S seiner Frau Arnie Kröger mit 90er Akku ins Rennen geht. Dank eines professionellen Streamings kann im Internet die komplette Veranstaltung verfolgt werden. Dann wird man auch sehen mit welchem E-Fahrzeug Kröger an den Start geht.

Quelle: Per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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