China-Rückruf: Mehr als 2000 Mercedes EQS betroffen

China-Rückruf: Mehr als 2000 Mercedes EQS betroffen
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Mercedes-Benz

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz muss in China Tausende Fahrzeuge zurückrufen, darunter 2324 EQS. Wie Cnevpost berichtet, kann bei der vollelektrischen Luxuslimousine ein Leistungsverlust entstehen, wenn durch ein Software-Problem ein elektrisches Antriebsmodul deaktiviert werde. Es sei bereits der zweite Rückruf von Mercedes binnen eines Monats.

„Mercedes-Benz wird die Software des elektrischen Antriebsmoduls für die zurückgerufenen Fahrzeuge bei autorisierten Händlern kostenlos aktualisieren, um das potenzielle Sicherheitsrisiko zu beseitigen“, schreibt das Portal. Die betroffenen Fahrzeuge seien zwischen dem 14. Juni 2021 und dem 8. Juli 2022 produziert worden.

Darüber hinaus rufe Mercedes-Benz ab Ende des Monats 1051 importierte EQS-Fahrzeuge mit Produktionsdatum zwischen dem 14. Juni 2021 und dem 16. Februar 2022 sowie insgesamt 16.500 in China hergestellte Mercedes-Benz C- und E-Klasse-Fahrzeuge mit Produktionsdatum zwischen dem 23. April 2019 und dem 1. Juni 2022 zurück, heißt es weiter. Es bestehe ein Sicherheitsrisiko aufgrund von Abweichungen beim Hochvolt-Batteriemanagementsystems, weil im Falle einer Batteriefehlfunktion nicht wie vorgesehen eine Warnung an den Fahrer ausgegeben wird. Auch hier werde die fehlerhafte Software kostenlos beim Vertragshändler aktualisiert.

Medien: „Schwache Leistung“ in China

Außerdem werden 12.750 importierte Fahrzeuge der S-Klasse mit Produktionsdatum zwischen dem 29. Juli 2020 und dem 8. September 2021 zurückgerufen. Bei diesen Fahrzeugen könne die Funktion des Antiblockiersystems und der Elektronischen Stabilitätskontrolle aufgrund eines Softwareproblems mit dem Spannungswandler des Zusatzbordnetzes beeinträchtigt sein. Hier steht ebenfalls ein Software-Update beim Händler an.

Cnevpost benennt zudem einen wunden Punkt: „Wie andere ausländische Automobilhersteller hat auch Mercedes auf dem wettbewerbsintensiven chinesischen Markt für Elektroautos eine schwache Leistung gezeigt, obwohl das Unternehmen immer noch große Hoffnungen in diesen Markt setzt.“ Bei der nächsten Elektrifizierungswelle ab 2025 werde China bei Mercedes definitiv im Mittelpunkt stehen.

In die Kritik geraten war Mercedes hierzulande zuletzt bei den Händlern, die den von Ola Källenius an der Spitze angestoßenen Weg hin zur Luxus-Marke skeptisch sehen. Auch wenn dies auch bei vielen potentiellen Kunden nicht gut ankommt, war es wirtschaftlich offenbar eine kluge Entscheidung des Schweden, die wirtschaftlichen Zahlen ließen sich zuletzt sehen, auch wenn der Absatz in China noch nicht zufriedenstellend sein kann. „Mercedes hat als einer der ersten Autobauer erkannt, wie wichtig es ist, auf Luxus zu setzen, um sich vom allgemeinen Preisdruck in der Industrie ein Stück weit abzukoppeln“, zitierte jüngst das Handelsblatt Michael Muders, Fondsmanager bei Union Investment. Die schnelle Umsetzung der Strategie sei „eine ganz große Leistung von Källenius“. Dessen Vertrag wurde jüngst bis 2029 verlängert.

Quelle: Cnevpost – „Mercedes recalls thousands of EQS cars in China over risks including loss of power“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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