BYD senkt Jahresziel: 16 Prozent weniger Fahrzeuge

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Maria Glaser
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BYD verzeichnet in diesem Jahr voraussichtlich das langsamste Wachstum seit fünf Jahren und hat daher sein Verkaufsziel für 2025 gesenkt. Anstelle von 5,5 Millionen Autos, die noch im März angestrebt wurden, rechnet der Hersteller mit einem Absatz von 4,6 Millionen, was einer Korrektur von 16 Prozent nach unten entspricht. Dieses Ziel liegt sogar unter den Prognosen der Analysten.

Reuters zufolge sei dies eines von mehreren Anzeichen dafür, dass sich die Ära der Rekordexpansion des chinesischen Marktführers dem Ende neigt. Das Absatzziel sei in den vergangenen Monaten intern bereits mehrfach nach unten korrigiert worden, berichtet Reuters. Das neue Ziel von 4,6 Millionen Fahrzeugen, von dem nun die Rede ist, sei innerhalb des Unternehmens und an ausgewählte Zulieferer weitergegeben worden, könne sich aber den Marktbedingungen entsprechend noch ändern.

Aktien von BYD fallen weiter

Einer der Gründe für das korrigierte Jahresziel ist die starke Konkurrenz, sowohl in China als auch darüber hinaus. Dazu gehören beispielsweise Geely oder Leapmotor. In den ersten acht Monaten dieses Jahres hat BYD nur etwas über die Hälfte seines ursprünglichen Verkaufsziels von 5,5 Millionen Fahrzeugen erreicht, wobei vor allem der chinesische Markt relevant ist, denn dort macht BYD knapp 80 Prozent seiner Umsätze.

Bei Kleinwagen im Preissegment unter 20.000 Euro, die den Großteil des Inlandsabsatzes ausmachen, ging der Absatz von BYD im Juli gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent zurück. Im Vergleich dazu stieg der Absatz von Geely in diesem Preissegment im Juli um 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Geely hob indes im August sein Jahresabsatzziel für 2025 von 2,71 Millionen auf 3 Millionen Autos an.

Auf dem deutschen Markt konnte BYD im August seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat verfünffachen, jedoch blieb der ganz große Erfolg bisher aus. Leapmotor hingegen hat in kurzer Zeit bereits solide Verkaufsergebnisse erreichen können, wobei der Anteilseigner und europäische Autokonzern Stellantis unterstützt.

BYD hat im Sommer bereits die Produktion gedrosselt und eine Kapazitätserweiterung in seinen chinesischen Fabriken verzögert. Ende August meldete BYD einen Rückgang des Quartalsgewinns um 30 Prozent, was der erste Rückgang seit mehr als drei Jahren ist. Zudem ging die Produktion von BYD im August den zweiten Monat in Folge zurück und verzeichnete damit den ersten monatlichen Rückgang seit 2020. Auf das nach unten korrigierte Verkaufsziel reagierte die Börse prompt, sodass die Aktien von BYD in Hongkong Verluste um über 3 Prozent verzeichneten.

Schätzungen von Analysten für den BYD-Jahresabsatz wurden ebenfalls gesenkt, jedoch liegt das neue interne Ziel von 4,6 Millionen noch niedriger. Die Deutsche Bank gab eine Prognose von 4,7 Millionen Fahrzeugen an, während das US-Unternehmen Morningstar von 4,8 Millionen ausgeht.

Rekordwachstum verlangsamt sich

BYD hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Erfolgskurve verzeichnet und ist in kurzer Zeit zu einem der weltweit wichtigsten Unternehmen für Elektroautos und Hybridautos geworden. Durch die großteils interne Produktion kann der Hersteller zu sehr günstigen Preisen produzieren und hat einen entsprechenden Vorteil im chinesischen Wettbewerb um Billigpreise. Selbst technische Innovationen, wie das fortschrittliche Fahrassistenzsytem God’s Eye konnte BYD zu günstigen Konditionen auf die Straßen bringen.

Mit dem neuen Jahresziel von 4,6 Millionen Verkäufen würde der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr knapp 7 Prozent entsprechen und damit dem geringsten, jährlichen Wachstum seit 2020. Der Absatz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden stieg zwischen 2020 und 2024 um das Zehnfache auf 4,3 Millionen Fahrzeuge.

Quelle: Reuters – China’s BYD cuts sales target, sources say, as white hot growth cools

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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