BMW will „weiter Tempo beim Hochlauf der E-Mobilität“

BMW will „weiter Tempo beim Hochlauf der E-Mobilität“
Copyright:

BMW

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Beim Hochlauf der E-Mobilität an ihrem größten europäischen Produktionsstandort in Dingolfing hat die BMW Group weitere wichtige Meilensteine erreicht. So ging in den vergangenen Wochen im Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion eine zweite Fertigungslinie für E-Motoren in Betrieb, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Außerdem startete die Produktion von Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride der neuesten Generation. Damit stehen in dem Dingolfinger Komponentenwerk 02.20 nunmehr Kapazitäten für die Produktion von E-Antrieben für jährlich mehr als 500.000 Fahrzeuge zur Verfügung.

Insgesamt ist das Werk in Niederbayern inzwischen mit 14 Fertigungsstraßen für Batteriemodule, Hochvoltbatterien und E-Motoren belegt. Ein neues Produktions- und Logistikgebäude ist derzeit im Bau, auch ein großes Hochregallager wird für mehrere Millionen Euro ertüchtigt. Die Investitionen der BMW Group für den Ausbau der E-Komponentenfertigung am Standort belaufen sich im Zeitraum 2020 bis Ende 2022 auf mehr als 500 Millionen Euro.

Wir sehen weltweit eine hohe Kundennachfrage nach BMW Elektro-Modellen“, sagt Dr. Markus Fallböhmer, Leiter der Motoren- und E-Antriebsproduktion bei der BMW Group. „Daher machen wir weiter Tempo beim Hochlauf der E-Mobilität und bauen unsere Kapazitäten im weltweiten Produktionsnetzwerk für E-Antriebskomponenten weiter aus. Dingolfing spielt dabei mit dem Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion eine zentrale Rolle.“

Inbetriebnahme des Versorgungszentrums E-Mobilität

Für die Versorgungs- und Logistikprozesse rund um die Dingolfinger E-Antriebsfertigung nimmt in diesen Wochen das neue Versorgungszentrum E-Mobilität im benachbarten Mamming den Betrieb auf. Über dieses wird das Dingolfinger Werk 02.20 einerseits mit Bauteilen wie Gehäusen für Hochvoltbatterien beliefert. Zum anderen werden dort fertig produzierte E-Antriebskomponenten vor dem Versand in die Fahrzeugwerke zwischengelagert und sequenziert. Rund 100 Mitarbeiter eines Logistikdienstleisters sind bereits in dem knapp 50.000 Quadratmeter großen Komplex für die BMW Group tätig.

Beim Bau des Gebäudes sei besonderer Wert auf Nachhaltigkeitsaspekte gelegt worden, so BMW: So sind eine Photovoltaik-Anlage mit 4,6 MW auf den Dächern der Hallen und eine natürliche Regenwasser-Versickerung über Rigolen vorgesehen.

Schließlich läuft der Ausbau der Mitarbeiterzahl in der E-Komponentenfertigung am Standort Dingolfing weiter auf Hochtouren. Seit Jahresbeginn erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten erneut um mehrere hundert Mitarbeiter auf inzwischen mehr als 2300. Dabei werde weiter intern, zuletzt verstärkt aber auch auf dem externen Arbeitsmarkt rekrutiert. Gesucht seien vor allem Elektriker für Instandhaltungstätigkeiten sowie Anlagenführer. Seit Anfang 2020 hat die BMW Group am Standort Dingolfing damit weit mehr als 1500 Mitarbeiter in der Produktion von E-Antriebskomponenten aufgebaut und will damit erneut ihre Fähigkeit beweisen, die Transformation zur E-Mobilität zu gestalten.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 09.05.2022

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

T&E: Forderungen der Autoindustrie könnten EU 74 Milliarden Euro zusätzlich kosten

T&E: Forderungen der Autoindustrie könnten EU 74 Milliarden Euro zusätzlich kosten

Michael Neißendorfer  —  

Der ACEA und die deutsche Regierung setzen sich für weitere Lockerungen zugunsten von Verbrennern ein. Das könnte die EU-Bürger teuer zu stehen kommen.

Deutschland baut Ökosystem für Natrium-Ionen-Fertigung auf

Deutschland baut Ökosystem für Natrium-Ionen-Fertigung auf

Sebastian Henßler  —  

25 Forschungs- und Industriepartner bündeln ihre Kompetenz: SIB:DE Entwicklung soll eine wettbewerbsfähige Natrium-Ionen-Fertigung in Europa aufbauen.

IG Metall warnt vor Wiederholung des Solar-Debakels

IG Metall warnt vor Wiederholung des Solar-Debakels

Sebastian Henßler  —  

Die Autoindustrie baut massiv Stellen ab. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärt, was sie von EU, Bundesregierung und Unternehmen erwartet.

KI-Boom treibt Speicherchip-Preise für Autobauer hoch

KI-Boom treibt Speicherchip-Preise für Autobauer hoch

Sebastian Henßler  —  

Tech-Konzerne kaufen den Chipmarkt leer, die Autobranche zahlt drauf. Einzelne Speicherbausteine sind bis zu 400 Prozent teurer geworden.

Europa liegt beim E-Auto-Absatz nur drei Jahre hinter China zurück

Europa liegt beim E-Auto-Absatz nur drei Jahre hinter China zurück

Michael Neißendorfer  —  

Hält Europa an seinen CO2-Grenzwerten fest, könne es den Rückstand auf China noch vor 2030 aufholen und den Ölverbrauch im Verkehrssektor drastisch senken.

Tozero gewinnt in Bayern Lithium aus alten Batterien zurück

Tozero gewinnt in Bayern Lithium aus alten Batterien zurück

Sebastian Henßler  —  

Tozero verarbeitet jährlich 1500 Tonnen Batterieabfälle und gewinnt daraus Lithium, Graphit und Nickel-Kobalt zurück. Die Kosten liegen unter Bergbauniveau.

Mehrheit der Deutschen wünscht sich bessere Förderung für E-Autos

Mehrheit der Deutschen wünscht sich bessere Förderung für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

Eine aktuelle Befragung zeigt: Die Deutschen wechseln verstärkt vom Verbrenner zum Elektroauto – und fordern von der Politik mehr Initiative für E-Mobilität.