BMW verdoppelt Elektroauto-Absatz im ersten Quartal

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Michael Neißendorfer
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Die BMW Group hat ihre aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach seinen Fahrzeugen habe der Hersteller im ersten Quartal 2022 seine Wettbewerbsposition und seine Profitabilität weiter stärken können. Den Quartalsabschluss habe wie im Februar angekündigt die Vollkonsolidierung des chinesischen Joint Ventures BMW Brilliance Automotive Ltd. (BBA) positiv beeinflusst.

Auch ohne diesen Einfluss spiegelten die Renditekennzahlen die finanzielle Stärke der BMW Group in einem volatilen Umfeld wider, wie der Hersteller mitteilt: Die Konzern-Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) lag im ersten Quartal bei 39,3 Prozent (2021: 14,0 Prozent). Ohne die Neubewertung der bereits gehaltenen Anteile und Konsolidierungseffekte aus der Vollkonsolidierung von BBA erzielte die BMW Group eine Konzern-Umsatzrendite von 18,4 Prozent.

Ebenfalls renditestark präsentierte sich das Automobilsegment in den ersten drei Monaten: Die EBIT-Marge im Segment Automobile lag im Berichtszeitraum bei 8,9 Prozent (2021: 9,8 Prozent) und damit am oberen Ende des Zielkorridors für 2022. Ohne die Konsolidierungseffekte aus der Vollkonsolidierung von BBA beläuft sich die EBIT-Marge auf 13,2 Prozent.

Die Stärke und die Resilienz der BMW Group zeigen sich gerade in einem herausfordernden Umfeld: Mit hoher Flexibilität, operativer Exzellenz und großem Einsatz unserer Mannschaft steuern wir das Unternehmen auf Erfolgskurs – heute und in Zukunft“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, bei der Vorstellung der Zahlen in München.

Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge deutlich im Plus

Im ersten Quartal 2022 erhöhte sich der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge deutlich: um 28 Prozent auf 89.669 Einheiten (2021: 70.207 Fahrzeuge/+27,7 Prozent). Wie geplant konnte sich dabei der Absatz rein elektrisch angetriebener Automobile mit 35.289 Einheiten mehr als verdoppeln (2021: 14.161 Automobile/+149,2 Prozent).

Der BMW iX3 (2022: 11.200 Automobile; 2021: 2330 Automobile) und der MINI Cooper SE (2022: 8.925 Automobile; 2021: 5852 Automobile) waren die meistgefragten vollelektrischen Modelle und konnten ihre Absätze gegenüber dem Vergleichsquartal deutlich steigern. Die Innovationsträger BMW iX und BMW i4 sorgen bereits kurz nach ihrer Markteinführung für große Nachfrage und einen hohen Auftragsbestand. Die vollelektrische Luxuslimousine BMW i7 und der kompakte SUV BMW iX1 sowie der vollelektrische BMW i3 in China erweitern 2022 die Modellpalette an batterieelektrischen Fahrzeugen.

Wir sind überzeugt: Gerade in schwierigen Zeiten dürfen wir nicht aufhören, das Richtige zu tun. Deswegen machen wir Tempo beim Hochlauf der E-Mobilität und beschleunigen damit die Transformation zu nachhaltiger Mobilität. Und mit unserem holistischen Ansatz, die CO2-Emissionen unserer Fahrzeuge entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu senken, leisten wir einen wirksamen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel“, so CEO Zipse.

Bereits 2025 will das Unternehmen mehr als zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben. Schon in diesem Jahr sollen – inklusive Vorserienfahrzeugen – 15 vollelektrische Modelle produziert werden, die rund 90 Prozent seiner heutigen Segmente abdecken. Mindestens zehn Prozent des gesamten Absatzvolumens sollen vollelektrische Modelle ausmachen.

BMW M, MINI und Rolls-Royce im Plus

Im ersten Quartal 2022 lieferte die Marke BMW insgesamt 519.796 Fahrzeuge an Kunden aus, 7,3 Prozent weniger als im starken Vorjahresquartal (2021: 560.543 Fahrzeuge). Zum Auftakt ihres Jubiläumsjahres, das den 50. Geburtstag von BMW M feiert, gingen 39.055 Hochleistungsmodelle von BMWs Performance-Sparte M an Kunden, ein Zuwachs von 3,1 Prozent (2021: 37.894 Fahrzeuge).

Auf der Markenebene konnte die Marke MINI im ersten Quartal leicht zulegen (75.487 Fahrzeuge, 2021: 74.683 Fahrzeuge, +1,1 Prozent), was vorwiegend auf die elektrifizierten Modelle MINI Cooper SE und MINI Countryman Plug-in-Hybrid zurückzuführen war. Beide Modelle zusammen erzielten einen Anteil von mehr als 17 Prozent am Gesamtabsatz der Marke MINI.

Rolls-Royce Motor Cars übergab im ersten Quartal 1624 Automobile in Kundenhand und damit 17,7 Prozent mehr als im Vorjahr (2021: 1380 Automobile). Der Absatzzuwachs beruht insbesondere auf den Rolls-Royce Modellen Ghost und Cullinan.

BMW behält Jahresprognose bei – weiter starke Volatilität erwartet

Gestärkt durch die weltweit hohe Nachfrage nach ihren Fahrzeugen behält die BMW Group ihre Jahresprognose bei. Das Unternehmen beobachte aufmerksam die durch den Ukrainekrieg geprägte geopolitische Lage und die weiterhin volatile Preisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten. Den Erwartungen zufolge wird die Situation auf den Rohstoffmärkten angespannt bleiben. Zudem dürften sich die Energie­preise weiter auf hohem Niveau bewegen. Die BMW Group hat daher erste Belastungen für 2022 bereits berücksichtigt. Der Krieg in der Ukraine und der Anstieg der Inflationsrate könnten diese Entwick­lung weiter verschärfen.

Wie im Vorjahr besteht zudem das Risiko von Lieferengpässen bei Halbleiter-Komponenten, die für die eigene Produktion bestimmt sind. Aktuell wird mit einer ersten Entspannung der Situation frühestens im Laufe des zweiten Halbjahres 2022 gerechnet. Die Zahl der Auslieferungen im Segment Automobile wird daher auf Vorjahresniveau erwartet.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 05.05.2022

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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