BMW startet Serienproduktion von Gen6-Akkus in China

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Michael Neißendorfer
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Die BMW Group hat in Shenyang die Serienproduktion ihrer Gen6-Hochvoltbatterien aufgenommen. Nach Debrecen und Irlbach-Straßkirchen ist Shenyang der dritte Standort im neuen globalen Produktionsnetzwerk für die Gen6-Batterietechnologie. Der Produktionsstart in China markiert einen weiteren wichtigen Schritt bei ihrer weltweiten Industrialisierung. Die vor Ort gefertigten Hochvoltbatterien bilden den Energiekern der künftigen lokal produzierten Modelle der Neuen Klasse.

„Die Hochvoltbatterie ist eine entscheidende Komponente unserer vollelektrischen Fahrzeuge – und eine der wichtigsten Zukunftstechnologien der BMW Group. Der Start der Gen6-Batterieproduktion in China zeigt, wie schnell und konsequent wir unsere neueste Technologie im globalen Produktionsnetzwerk industrialisieren. Damit schaffen wir eine zentrale Voraussetzung für den erfolgreichen weltweiten Hochlauf der Neuen Klasse“, sagte Dr. Raymond Wittmann, Produktionsvorstand der BMW AG. „Die Produktion in Shenyang steht exemplarisch für unseren globalen Ansatz: Wir fertigen lokal, marktnah und effizient nach weltweit einheitlichen Standards und in höchster Qualität.“

Die Gen6-Hochvoltbatterie markiert einen Technologiesprung für die vollelektrischen Modelle der Neuen Klasse. Die neu entwickelten Rundzellen bieten im Vergleich zur vorherigen Zellgeneration eine um mehr als 20 Prozent höhere Energiedichte. Ladegeschwindigkeit und Reichweite steigen um bis zu 30 Prozent.

Grundlage dafür ist das neue „Cell to Pack“-Konzept: Die Rundzellen werden direkt in das Batteriegehäuse integriert, die bisherige Modulebene entfällt. Dadurch lässt sich der verfügbare Bauraum effizienter nutzen; die Hochvoltbatterie kann somit flexibel in unterschiedliche Fahrzeugmodelle integriert werden. Eine Schlüsselrolle übernimmt der sogenannte Energy Master: Die von der BMW Group entwickelte zentrale Steuereinheit befindet sich direkt auf der Hochvoltbatterie und bündelt wesentliche Funktionen der Energieversorgung und des Batteriemanagements.

Globales Produktionsnetzwerk für Hochvoltbatterien der sechsten Generation

Für die sechste Generation ihrer Hochvoltbatterien baut die BMW Group ein globales Produktionsnetzwerk auf. Die Batterien werden jeweils in der Nähe der Fahrzeugwerke gefertigt. Das verkürzt Transportwege, unterstützt eine stabile Versorgung und stärkt die Resilienz des Produktionsnetzwerks. Nach Debrecen in Ungarn und Irlbach-Straßkirchen in Bayern ist Shenyang der dritte Standort im weltweiten Verbund.

In den kommenden Monaten sollen auch die Batteriemontagestandorte in Woodruff, USA und San Luis Potosí, Mexiko, die Serienproduktion aufnehmen. Weltweit gelten einheitliche Produktions-, Qualitäts- und Sicherheitsstandards; zugleich bringt jeder Standort seine regionale Produktions- und Lieferantenkompetenz ein.

So entsteht die Gen6-Hochvoltbatterie

Die Batteriezellen werden zunächst geprüft und anschließend mit den Kühlern zu sogenannten Zellclustern verbunden. Nach der Laserreinigung werden Zellcluster und Zellkontaktiersystem präzise miteinander verschweißt. Ein spezieller Schäumprozess verbindet die Komponenten zu einer mechanischen Einheit und trägt zu Sicherheit, Stabilität und Langlebigkeit der Hochvoltbatterie bei. Anschließend wird das Gehäuse geschlossen, abgedichtet und vernietet. Im letzten Montageschritt wird der Energy Master aufgesetzt, bevor jede Hochvoltbatterie eine vollständige End-of-Line-Prüfung durchläuft.

Die Produktion der Gen6-Hochvoltbatterien verbindet hochpräzise Fertigungsverfahren mit einer durchgängigen digitalen Qualitätssicherung. Produktionsdaten werden entlang des gesamten Prozesses erfasst und ausgewertet. Digitale Zwillinge, Datenanalysen und KI-gestützte Prüfverfahren sollen dabei helfen, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Inline-Prüfsysteme überwachen unter anderem die Laserschweißverbindungen in Echtzeit. Am Ende des Montageprozesses wird jede Hochvoltbatterie umfassend auf Qualität, Sicherheit und Funktion getestet.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 22.09.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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