Bei der BMW Group ist in Europa inzwischen jedes dritte ausgelieferte Auto vollelektrisch. Zwischen Juli und September lag der Anteil reiner E-Autos am Absatz in der Region bei 34,7 Prozent. Knapp 82.000 Elektroautos gingen in diesem Zeitraum an europäische Kund:innen, ein Plus von 37,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Noch etwas kräftiger fiel der Zuwachs in Deutschland aus, wo die vollelektrischen Modelle des Konzerns um 38,5 Prozent zulegten.
Weltweit lieferte der Münchner Automobilhersteller im Sommerquartal gut 110.000 Elektroautos aus, 7,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Über die ersten neun Monate betrachtet ergibt sich allerdings ein gedämpfteres Bild. Seit Jahresbeginn summiert sich der Absatz rein elektrischer Modelle auf rund 315.000 Einheiten, was einem Rückgang von 2,7 Prozent entspricht. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, kommt der Konzern auf etwa 446.000 elektrifizierte Autos und damit auf ein Minus von 5,1 Prozent. Für das dritte Quartal allein bewegt sich dieser Wert mit rund 151.000 Einheiten nahezu auf Vorjahresniveau.
Als wichtigen Treiber nennt das Unternehmen den neuen BMW iX3. Innerhalb eines Jahres verbuchte das Modell allein in Europa mehr als 100.000 Bestellungen, was BMW als den erfolgreichsten Marktstart eines Konzernmodells einordnet. Die Reichweite gibt der Hersteller für den iX3 50 xDrive mit 666 bis 806 Kilometern an. Auf dem chinesischen Markt beginnt im November die Einführung einer eigens angepassten Version.
“Insbesondere die weiterhin starken Auftragseingänge vollelektrischer Fahrzeuge bestätigen unseren Kurs”, sagte Jochen Goller, im Vorstand der BMW AG für Kunde, Marken und Vertrieb zuständig. Neben dem iX3 registriere man auch ein hohes Interesse am neuen 3er und am X5. Das “Produktmomentum mit Modellen der Neuen Klasse” stärke nach seinen Worten die Position für die kommenden Herausforderungen.
Mini setzt im Konzern ein Wachstumszeichen
Elektrisch geprägt ist auch die Entwicklung bei Mini. Die Marke setzte seit Januar gut 220.000 Autos ab und wuchs damit um 6,8 Prozent, als einzige Automarke der Gruppe im Neunmonatsvergleich. Vollelektrische Modelle machen dabei 37,2 Prozent der Auslieferungen aus. Getragen wurde die Entwicklung unter anderem von den John Cooper Works Modellen sowie der Paul Smith Edition, weitere Impulse erwartet das Unternehmen von der neuen Countryman Untamed Edition.
Ein Blick auf die Gesamtzahlen zeigt deutliche regionale Unterschiede. Bis Ende September lieferte die BMW Group rund 1,71 Millionen Autos aus, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Europaweit stiegen die Auslieferungen um 4,5 Prozent auf gut 732.000 Einheiten, hierzulande laut vorläufigen Zulassungszahlen sogar um 7,5 Prozent. Jenseits des Atlantiks verbuchte der Konzern in den USA ein Plus von 3,4 Prozent. Die Kernmarke BMW wuchs dort um 4,3 Prozent, obwohl der Gesamtmarkt rückläufig war, gestützt vor allem auf die X-Modelle.
Belastend wirkt weiterhin die Lage in China. In der dortigen Vertriebsregion gingen die Auslieferungen von BMW und Mini per September um 21,8 Prozent zurück, zwischen Juli und September sogar um 24,8 Prozent. Nach Unternehmensangaben spiegelt das Minus die Entwicklung des gesamten chinesischen Automobilmarktes wider. Stabil blieb dort lediglich das Volumen der M-Modelle, während die BMW M GmbH weltweit mit rund 148.500 Auslieferungen um 6,1 Prozent unter Vorjahr lag. Auch die Region Fourth Pillar, zu der Asien-Pazifik, Osteuropa, der Mittlere Osten und Afrika zählen, verzeichnete einen Rückgang von zehn Prozent.
Hinzu kommen Einbußen in den kleineren Sparten des Konzerns. Rolls-Royce lieferte in den ersten neun Monaten 3592 Autos aus, ein Minus von 12,4 Prozent. BMW Motorrad brachte rund 149.500 Motorräder und Scooter an die Kundschaft und lag damit 6,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Sämtliche genannten Zahlen sind vorläufig und können sich bis zur Vorlage des BMW Group Berichts 2026 noch ändern.
Quelle: BMW – Pressemitteilung








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