Biden erhöht Darlehen für Lithiumverarbeitung von Ioneer

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Maria Glaser
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Wenige Tage vor seinem Amtsabtritt hat US-Präsident Joe Biden ein Darlehen für das Unternehmen Ioneer auf fast eine Milliarde Dollar erhöht. Mit den Geldern des Energieministeriums finanziert Ioneer eine Lithiummine in Nevada.

Das US-Energieministerium erhöhte ein Darlehen für das Lithiumprojekt Rhyolite Ridge von Ioneer um umgerechnet knapp 287 Millionen Euro. Damit hat das gesamte Darlehen eine Höhe von umgerechnet fast 966 Millionen Euro. Der scheidende Präsident Biden setzt mit dieser Entscheidung bis zuletzt, wie auch während seiner gesamten Amtszeit, auf eine grüne Mobilitätswende.

Neben diesem Darlehen genehmigte die US-Regierung unter Biden vergangenen Monat außerdem ein weiteres Darlehen in Milliardenhöhe für Lithium Americas sowie eine bedingte Finanzierungszusage für ein Projekt zur Lithiumgewinnung in Kalifornien. Die Regierung Biden sei zuversichtlich, dass die drei Projekte in der Lage sein werden, den Lithiumbedarf der USA bis Anfang der 2030er Jahre zu decken, berichtet Reuters. Eine weitere Möglichkeit, Rohstoffe wie Lithium effektiver und nachhaltiger zu nutzen, besteht außerdem im Batterierecycling.

Das Darlehen, das um fast 50 Prozent höher ist als die Finanzierungszusage vor zwei Jahren, kann von dem neuen Präsidenten Trump, der nachhaltigen Projekten kritisch gegenübersteht, nicht rückgängig gemacht werden. Im Jahr 2020 schätzte Ioneer die Kosten für die Mine auf umgerechnet etwa 760 Millionen Euro. Inzwischen gehe das Unternehmen von höheren Zahlen aus, so Reuters. Die Aufstockung des Darlehens sei, so Reuters, auf die Inflation nach der Pandemie sowie neue geologische Studien zurückzuführen, die zeigen, dass in der Mine mehr Lithium gefördert werden könne, als noch vor zwei Jahren geschätzt wurde. Neben der Höhe wurde auch die Rückzahlungsfrist des Darlehens erhöht: Sie wurde auf 20 Jahre verdoppelt.

Lithium ist ein integraler Bestandteil von Lithium-Ionen-Akkus, die in Elektroautos zum Einsatz kommen. Da das Metall in den USA bisher wenig selbst produziert wurde, haben sich die USA immer mehr von China als Marktführer für Elektroauto-Akkus und Rohstofflieferant abhängig gemacht. Dieser Abhängigkeit hat Biden versucht, in seiner Amtszeit entgegenzuwirken.

Das Darlehen von Ioneer wurde seit 2021 geprüft, wobei eine Bundesgenehmigung notwendig war, die Biden im vergangenen Oktober erteilte. Das Unternehmen wird die Mittel in Tranchen abrufen können, sobald es zusätzliches Eigenkapital beschafft hat. Es sei dazu mit anderen Geldgebern im Gespräch, so James Calaway, der Vorsitzende von Ioneer.

Lithiumverarbeitung in Nevada

Die Mittel des US-Energieministeriums sollen für den Bau einer Verarbeitungsanlage für Lithium im US-Bundesstaat Nevada verwendet werden. Die Lagerstätte Rhyolite Ridge befindet sich etwa 360 Kilometer nördlich von Las Vegas und solle laut Reuters bis 2028 sowohl Ford als auch andere Hersteller für Elektroautos beliefern. Der Baubeginn ist für dieses Jahr geplant und das Darlehen umfasst umgerechnet mehr als 27 Millionen Euro an kapitalisierten Zinsen. Die Aktien des Unternehmens Ioneer, das mit Hauptsitz in Australien ansässig ist, stiegen nach der Erhöhung des Darlehens in New York um 15 Prozent.

Im Rahmen des Projektes Rhyolite Ridge sollen jährlich unter anderem 22.000 Tonnen Lithium produziert werden, was für 370.000 Elektroautos ausreicht. Zudem soll Bor hergestellt werden, was zur Herstellung von Seifen verwendet wird und damit eine zweite Einnahmequelle erschließt. Dies sei für die Kreditgeber des Energieministeriums ein wichtiges Argument gewesen, so Reuters. Calaway bezeichnete das Darlehen als wichtigen Meilenstein für die Steigerung der Lithiumproduktion in den USA. Derzeit werden in den USA jährlich weniger als 5.000 Tonnen Lithium produziert.

Quelle: Reuters – Biden boosts loan for ioneer’s Nevada lithium mine to nearly $1 billion

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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