Bestellstopp für zahlreiche E-Modelle und Plug-in-Hybride

Bestellstopp für zahlreiche E-Modelle und Plug-in-Hybride
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Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Hohe Benzin- und Dieselpreise machen Elektroautos derzeit besonders attraktiv. Wer sich allerdings erst jetzt für einen Kauf entscheidet, muss mit langen Wartezeiten von bis zu 1,5 Jahren rechnen – oder kann das Wunschmodell aktuell gar nicht ordern. Immer mehr Hersteller müssen wegen Chipmangel oder sonstigen Versorgungsengpässen vorübergehende Bestellstopps verhängen. Jetzt hat es auch das günstigste E-Auto erwischt: der Dacia Spring ist derzeit nicht bestellbar.

Erst im Juni 2021 wurde der erste Dacia Spring in Deutschland zugelassen. Mit einem Basispreis von 20.490 Euro ist der Fünfsitzer konkurrenzlos günstig. Abzüglich der Förderprämie wäre der Dacia daher schon ab rund 11.500 Euro zu haben. Wenn man ihn denn bestellen könne. Über die Gründe des Stopps wurde nichts bekanntgegeben.

Der Dacia Spring ist aber nicht das einzige E-Auto oder Plug-in-Hybrid, das derzeit im Autohaus leider nur angesehen, aber nicht bestellt werden kann: Renault hat bereits Ende März für alle E-Modelle (Zoe, Twingo Electric, Mégane E-Tech, Master Z.E., Mégane Plug-in-Hybrid, Captur Plug-in-Hybrid) die Bestellungen ausgesetzt. Gründe wurden nicht genannt, man geht hier davon aus, dass es bei der Zulieferung von Computerchips und Kabelbäumen stockt. Letztere kommen ja vielfach aus der Ukraine.

Auch VW und Audi nehmen in diesem Jahr keine Bestellungen mehr für ihre Plug-in-Hybride an, die vollelektrischen Fahrzeuge sind noch verfügbar. Die Skoda Modelle Enyac und Enyac Coupé sowie der Plug-in-Hybrid Skoda Superb iV sind seit 30. März ebenfalls nicht mehr bestellbar – dies gilt bei Skoda übrigens auch für viele Verbrennermodelle. Der BMW i3 wird überhaupt nicht mehr produziert, alle anderen elektrischen Modelle und Plug-in-Hybride sind nicht betroffen. Weitere E-Modelle, die aktuell nicht bestellbar sind: Kia e-Niro, smart EQ forfour, Fiat E-Ducato, Volvo XC40 Recharge Pure Electric. Bei den Hybrid-Modellen betrifft es den Seat Tarraco Hybrid, Toyota RAV4, Cupra Formentor, Seat Leon Hybrid, Kia Niro, Kia Optima Sportswagon und Mercedes GLC Coupé.

Einen Grund für die Bestellstopps könnte auch die aktuelle Fördersituation liefern: da die Zukunft des Umweltbonus nach 2022 ungewiss ist, haben viele Anfang des Jahres bestellt, weil für den Bonus das Zulassungsdatum relevant ist. Fällt dieses aufgrund der aktuell langen Lieferzeiten in das Jahr 2023, könnte der Kunde eine deutlich geringere Förderung erhalten als bei der Bestellung 2022 kalkuliert. Dieser Bestellboom überlastet die Produktionen, die ohnehin schon weit hinter dem Soll liegen. Das lässt viele Hersteller die Reißleine ziehen.

Quellen: bild.de – Günstigstes E-Auto nicht mehr bestellbar//electrive.net – Renault Deutschland verhängt Bestellstopp für E-Modelle//carwow.de – Neuwagen-Bestellstopp: Nicht bestellbare Modelle von Renault, Skoda und Co.

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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