Hyzon-Chef Knight: Batterieelektrische Zukunft des Fernverkehrs „schwierig und teuer“

Hyzon-Chef Knight: Batterieelektrische Zukunft des Fernverkehrs „schwierig und teuer“
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Hyzon Motors

Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Jene, die für eine batterieelektrische Zukunft des Schwerverkehrs plädieren, haben nicht verstanden, wie schwierig und teuer das in der Praxis werden würde!„. Mit dieser Aussage lässt Hyzon Motors CEO Craig Knight in einem Interview mit RechargeNews aufhorchen. Hyzon baut bekanntlich wasserstoffbetriebene LKWs und Busse.

Knight prophezeit den Wasserstofffahrzeugen keine rosige Zukunft, ist der Meinung, dass grüner Wasserstoff keine effiziente Nutzung von erneuerbarer Energie ist und glaubt, dass der Transport des Wasserstoffs zu den Tankstellen mittels LKWs ein „schlechter“ und teurer Weg ist. Von blauem Wasserstoff hält er überdies auch nichts. Gleichzeitig glaubt er aber, dass Wasserstoff die einzig sinnvolle CO2-freie Lösung für den Fernverkehr sei. Denn: „Ein paar batteriebetriebene LKWs auf die Straße bringen ist einfach, hunderte ist nahezu unmöglich„, erklärt Knight im Interview.

Starke Worte, denen der Australier auch gleich nachvollziehbare Erklärungen nachschiebt. Jene, die batterielelektrische LKWs den wasserstoffbetriebenen vorziehen würden (wie etwa das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Deutschland), würden einige wesentliche Aspekte außer Acht lassen: Die Stromnetze würden den riesigen Strombedarf von gleichzeitig schnellladenden E-LKWs nicht abdecken können, damit wäre ein kostspieliger Ausbau des Stromnetzes erforderlich, den nicht selten die Flottenbetreiber bezahlen müssten.

Ein vollelektrisches Ladenetz würde achtmal mehr Ladestationen benötigen als Wasserstoff-Tankpunkte für die gleiche Menge an LKWs, und das enorme Gewicht von Batterien für LKWs im Langstreckenverkehr würde die Effizienz beeinträchtigen und den Transport verteuern. Die Batterien würden außerdem deutlich mehr kritische Rohstoffe benötigen als Brennstoffzellen. Er plädiert hingegen dafür, die Reichweite von Brennstoffzellen-LKWs im Vergleich zu batteriebetriebenen zu erhöhen. Grüner Wasserstoff wäre lokal produzierbar, beispielsweise aus Abfall, oder könnte mit Überschussenergie erzeugt werden. Das würde das Stromnetz entlasten und notwendige Transportwege über längere Strecken vermeiden. „Wasserstoff ist ja überall – es ist das am häufigsten vorkommende Element„, betont Knight.

Der Manager bestätigt, dass Wasserstoff eine ineffiziente Nutzung von Strom sei, er sei aber „eine effektive und stabile Art der Speicherung von Energie„, vor allem, wenn Überschussenergie für die Elektrolyse genutzt werden kann. Wenn Elektrolysatoren aber nur zeitweise in Betrieb seien, werde die Produktion wegen der hohen Initialkosten sehr teuer. Im Gegensatz zu Batterien könne man mit Wasserstoff aber Skaleneffekte erzielen. „Aus unserer Sicht werden die Kosten bei allen Produktionsarten von Wasserstoff signifikant fallen„, ist Knight überzeugt.

Betrachte man also den Multiplikatoreffekt, den jede Wasserstoff-Infrastruktur hat, und die verbesserte Wirtschaftlichkeit bei jedem einzelnen Brennstoffzellen-LKW, dann sei dieser jedenfalls zukunftssicher.

Quelle: hyzonmotors.com – Abdruck des Interviews mit RechargeNews

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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