E-Autos: Kfz-Verband startet Kampagne gegen Vorurteile

E-Autos: Kfz-Verband startet Kampagne gegen Vorurteile
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Angesichts der Einbrüche bei den Zulassungen von Elektroautos in Deutschland will der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbes (ZDK) mit einer neuen Kampagne „Elektrisch ist einfach“ Neugierde für die Elektromobilität gerade bei jungen Menschen wecken und Vorbehalte gegenüber der alternativen Antriebstechnologie abbauen. „Viele der Bedenken, denen die Verkäuferinnen und Verkäufer in unseren Autohäusern begegnen, lassen sich entkräften“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig.

Mit der Kampagne ‚Elektrisch ist Einfach‘ wollen wir das Thema Elektromobilität auf eine informative und humorvolle Art und Weise gerade für junge Menschen attraktiv machen. Wir sehen uns hier momentan in einer Vorreiterrolle“, so Joswig bei der Vorstellung der Kampagne gegenüber dem Messepublikum auf der Messe Automechanika in Frankfurt/Main, eine der weltweit größten Aftermarket Messen der Automobilwirtschaft und ihrer Zulieferer.

Die neue Social-Media-Kampagne soll vor allem junge Menschen für das Thema Elektromobilität begeistern, ihnen viele Fragen rund ums Fahren, Laden und die Technik beantworten und Vorbehalte abbauen. Auf den Plattformen TikTok, Instagram, X und Facebook begleitet die Influencerin Kim Truckenbrodt die User auf einer spannenden Entdeckungsreise rund um die E-Mobilität.

Die ersten Clips der Kampagne sind bereits auf den Social-Media-Kanälen und der Website des ZDK sowie auf Youtube abrufbar. Insgesamt sollen vorerst 20 Videoclips bis Jahresende im Rahmen der Kampagne produziert werden. „Die Politik muss jetzt für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen, denn das kommende Jahr wird das Jahr der Entscheidung, ob nun die Elektromobilität hoppt oder floppt“, so Joswig abschließend.

Der ZDK hat zudem in einem Fünf-Punkte-Programm Forderungen aufgestellt, die zum Erfolg der E-Mobilität beitragen sollen. Hierzu gehören

  • Der Ausbau der Ladeinfrastruktur, gerade auch in Wohngebieten, da die wenigsten Haushalte über eigene Garagen und Stellplätze für eine eigene Wallbox verfügen. Hierzu gehört beispielsweise das einfach zu realisierende Laternenladen mit geringem Ladestrom für längere Parkzeiten.
  • Günstige Stromtarife für Ladestrom. Angesichts der im europäischen Vergleich sehr hohen Stromkosten in Deutschland müssen zumindest die Ladetarife dauerhaft deutlich gesenkt werden, um diese neue Mobilitätsform anzureizen.
  • Kostenfreies Parken für Elektroautos durch Kommunen und Gemeinden, um zusätzliche Anreize für Elektromobilität in Innenstädten zu schaffen.
  • Fortführung der Spreizung der Dienstwagensteuer nach Antriebsarten, nämlich für reine Elektroautos (0,25 Prozent) und Plug-in-Hybride (0,5 Prozent), um Anreize zur Flottenerneuerung durch elektrische Antriebe langfristig sicherzustellen.
  • Wiederaufnahme einer Förderung von Elektroautos, insbesondere für junge Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere und Ausbildung stehen und auf Automobilität angewiesen sind.

Quelle: ZDK – Pressemitteilung vom 13.09.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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