Auslieferungsstopp für Mazda MX-30 wegen Fehler in Genehmigung

Auslieferungsstopp für Mazda MX-30 wegen Fehler in Genehmigung
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Mazda

Iris Martinz
Iris Martinz
  —  Lesedauer 2 min

Schlechte Nachrichten für all jene, die einen Mazda MX-30 bestellt haben: der wird heuer nicht mehr ausgeliefert. Mazda hat für Deutschland einen Auslieferungs- und Erstzulassungsstopp für das Elektroauto verhängt. Wer dadurch die Umweltprämie verpasst, wird von Mazda entschädigt.

Grund für den Stopp sind nach Angaben des Herstellers Probleme bei der EU-Typengenehmigung. Die technischen Spezifikationen seien in der Genehmigung nicht korrekt angeführt, weshalb diese korrigiert werden müssten. Dabei gehe es vor allem um die Angaben zum Schnellladen des Akkus nach einem Software-Update im Frühjahr 2022. Damit wurde durch die Möglichkeit des dreiphasigen Ladens die Ladeleistung erhöht, in den Papieren aber nicht korrigiert. Bereits zugelassene Fahrzeuge oder die Technik an sich seinen nicht betroffen.

Sobald die Korrektur der Typengenehmigung erfolgt sei, könnte die Auslieferung und Zulassung wieder aufgenommen werden. Einen konkreten Termin nannte Mazda aber nicht. Sollte sich das heuer nicht mehr ausgehen – wovon auszugehen ist – und Kunden könnten nicht mehr die für 2022 geltende Umweltprämie in Anspruch nehmen, so will Mazda den Differenzbetrag auf die 2023 niedrigere Prämie übernehmen. Den Kunden soll jedenfalls kein finanzieller Nachteil durch den Stopp entstehen. Den Angaben des Herstellers zufolge wären allerdings weniger als 1.000 Fahrzeuge von dieser Maßnahme betroffen.

Der vollelektrische Mazda MX-30 verfügt über eine 35,5 Kilowattstunden-Batterie mit einer WLTP-Reichweite von 200 Kilometern. Der Motor leistet 107 Kilowatt (145 PS). Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ist er somit das perfekte Auto für Stadt und Umland. Die Dimensionierung von Batterie und Motorleistung wurde bewusst „zwischen Reichweite und Umweltbilanz“ angesiedelt. Nach Angaben des Herstellers sei das Fahrzeug so nach etwa 80.000 Kilometern in der CO2-Bilanz gleichauf mit einem Dieselfahrzeug. Mit jedem Meter, der danach mit dem E-Auto gefahren wird, spielt der Stromer seine Vorteile voll aus. Der Stromverbrauch liegt mit 19 kWh/100 Kilometer nach WLTP für diese Größenordnung allerdings doch recht hoch. Noch dazu wurden bei einem Test des ADAC ein Durchschnittsverbrauch von 21,9 kWh/100 Kilometer gemessen, was die Reichweite auf 170 Kilometer schrumpfen lässt.

Quelle: golem.de – Auslieferungsstopp für Mazdas MX-30 verhängt

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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