Audi-CEO: „E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten, die Kunden erwarten das in jedem Segment“

Audi-CEO: „E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten, die Kunden erwarten das in jedem Segment“
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Markus Duesmann ist seit 1. April 2020 CEO der Audi AG und gleichzeitig VW-Konzernvorstand für Forschung und Entwicklung. In dieser Rolle trägt er entsprechend Verantwortung das Unternehmen im Markt der Zukunft zu platzieren. Im Rahmen einer großen, virtuellen Redaktionsrunde gab der Audi-CEO gegenüber Auto motor und sport  Einblicke zur künftigen Ausrichtung der Marke und was man für einzelne Modelle geplant habe.

Dabei wird schnell klar, dass auch Duesmann der festen Überzeugung ist, dass Elektroautos bei Audi eine „zentrale Säule“ werden. „Die Zahl der Derivate bleibt ungefähr gleich. Aber da reine Elektroautos dazukommen, streichen wir im Bereich der konventionellen Modelle. Was zum Teil sicher auch weh tut“, so Duesmann. Man wird versuchen durch Premium Elektroautos wie den Audi e-tron GT die Marke emotional aufzuladen. Duesmann gibt aber auch zu verstehen, dass Volumen-Modelle wie der A4 und A6 weiterhin – als Verbrenner – eine wichtige Rolle spielen werden und daher im Produktportfolio vorzufinden sind. Einem direkten Nachfolger für den beliebten Audi TT braucht man hingegen nicht zu erwarten. Weder elektrifiziert noch als Verbrenner.

„Ich glaube, E-Mobilität ist nicht mehr aufzuhalten, die Kunden erwarten das in jedem Segment – und der Gesetzgeber auch. Und deshalb werden wir auch in jedem Segment rein elektrische Modelle anbieten“, so Markus Duesmann gegenüber Auto motor und sport. Dieser unterstreicht seine Aussage mit dem Ausblick auf bereits angekündigte Modelle wie eben den Audi e-tron GT als superperformanter Sportler oder eben dem Audi Q4 e-tron, der sich schon eher dem Massenmarkt widmet. Der Audi-CEO gibt allerdings auch zu verstehen, dass man „jetzt Jahr für Jahr E-Autos vor(stellt)„.

In seiner Funktion als VW-Konzernvorstand für Forschung und Entwicklung gab er zu verstehen, dass man VW intern „das Know-how in Sachen Batteriezelle umfassend etabliert, um auf Augenhöhe mit den heutigen großen Batterieherstellern agieren zu können.“ Dabei verweist er auf entsprechende Investitionen im Milliardenbereich durch den VW-Konzern. Ebenfalls kam das Artemis-Projekt von VW erneut auf den Tisch. Hier ließ der Entwicklungsvorstand allerdings den Spekulationen viel Raum. So gab er lediglich zu verstehen: „Es wird wegweisend für das Luxussegment sein und natürlich voll-elektrisch. Die Konzeptentscheidung fällt jetzt kurzfristig, wir haben aktuell zwei Richtungen, in die es gehen könnte. Wir werden vieles anders zu machen. Mit dem Projekt etablieren wir neue Prozesse für Soft- und Hardware. Und das, was wir dort entwickeln, passt natürlich in alle Produkte, auch im ganzen Konzern.“

Im Juli 2020 konnten wir zudem berichten, dass VW wohl ein eigenes exklusives Schnellladenetz unter dem Projekt „Artemis“ in Europa plant. Dies wurde von Duesmann zumindest nicht gänzlich dementiert. Im Gegenteil: „Die Ladesäuleninfrastruktur ist noch nicht so weit wie sie sein sollte. Deswegen brauchen wir vor allem die Anstrengung der öffentlichen Hand, aber eben auch Kooperationen wie Ionity und vielleicht auch noch eine proprietäre Ladeinfrastruktur für bestimmte Plätze, um den Kunden zufriedenzustellen“. Es scheint sich in der Tat einiges zu bewegen, in verschiedenste Richtungen, auch wenn Audis-CEO noch nicht in allen Punkten Farbe bekannt hat.

Quelle: Auto motor und sport – „Der TT bekommt keinen direkten Nachfolger“

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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