Audi will sich 2025 von reinen Verbrennern verabschieden

Audi will sich 2025 von reinen Verbrennern verabschieden
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Anlässlich der Vorstellung des neuen Audi A7 Sportback hat Unternehmens-Chef Rupert Stadler verraten, dass der Hersteller ab 2025 keine reinen Verbrenner mehr anbieten will. Jedes Fahrzeug soll ab diesem Zeitpunkt zumindest teilweise elektrifiziert sein, die Mindestausstattung soll ein 48-Volt-Mildhybrid-System sein. So will Audi die CO2-Vorgaben für die Gesamtflotte einhalten können. Auch Plug-in-Hybride und reine Elektroautos sollen maßgeblicher Bestandteil der künftigen Fahrzeugflotte sein.

Ein Mildhybrid kann zwar nicht allein durch den Antrieb eines Elektromotors fahren, verbraucht aber durch die elektrische Unterstützung weniger Kraftstoff. Der neue A7 Sportback hat diesen Antrieb bereits: Alle Motoren im neuen A7 Sportback verfügen serienmäßig über ein neues Mild-Hybrid-System für mehr Komfort und Effizienz. Bei den V6-Aggregaten ist es mit einem 48-Volt-Hauptbordnetz umgesetzt. Ein Riemen-Starter-Generator arbeitet hier mit einer Lithium-Ionen-Batterie zusammen und erreicht beim Verzögern eine Rekuperationsleistung von bis zu 12 kW. Das viertürige Coupé kann zwischen 55 und 160 km/h mit deaktiviertem Motor im Schubbetrieb segeln.

Die Start-Stopp-Funktion ist deutlich erweitert und setzt ab 22 km/h ein. In Verbindung mit der serienmäßigen Frontkamera erfolgt der Wiederstart des Motors beim Stillstand vorausschauend, sobald sich das vorausfahrende Fahrzeug in Bewegung setzt. Im realen Fahrbetrieb senkt die MHEV-Technologie den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer.

Zum Marktstart ist der neue Audi A7 Sportback zunächst als 3.0 V6 TFSI erhältlich. Der V6-Turbomotor leistet 250 kW (340 PS) und stemmt 500 Nm. Das viertürige Coupé sprintet in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Der Audi A7 55 TFSI verbraucht im NEFZ in der Grundausstattung 6,8 Liter Kraftstoff, das entspricht einer CO2-Emission von 154 Gramm.

Auf dem Weg zum autonomen Auto: Die Audi AI-Systeme

Viele Neuerungen lassen bereits erahnen, welche Möglichkeiten autonome Autos eröffnen. Mit der AI-Taste kann der Fahrer den Audi AI Remote Parkpilot und den Audi AI Remote Garagenpilot aktivieren, die im Laufe des Jahres 2018 verfügbar sein werden. Sie steuern den neuen A7 Sportback selbsttätig in eine Parklücke oder Garage hinein und wieder heraus. Der Fahrer kann vorher aussteigen und die Funktion über die myAudi App auf seinem Smartphone starten. Zum Überwachen des Vorgangs hält er dort den Audi AI Button permanent gedrückt. Das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät errechnet aus der Fusion der Sensordaten permanent ein Abbild der Umgebung. Je nach Ausstattung umfasst das System bis zu fünf Radarsensoren, fünf Kameras, zwölf Ultraschallsensoren und einen Laserscanner.

Neben den Audi AI-Systemen gibt es im neuen A7 Sportback insgesamt 39 Fahrerassistenzsysteme zur Entlastung des Fahrers. Sie sind in drei Pakete aufgeteilt: das Audi AI Assistenzpaket Parken (Einführung schrittweise ab 2018), das Assistenzpaket Stadt mit dem neuen Kreuzungsassistent und das Assistenzpaket Tour. Letzteres enthält unter anderem den Effizienzassistent, der eine verbrauchsschonende Fahrweise unterstützt, und den Adaptiven Fahrassistent, der die adaptive cruise control (ACC) durch unterstützende Lenkeingriffe zum Halten der Spur ergänzt.

Quellen: Die Welt – E-Autos: Audi verabschiedet sich bis 2025 vom reinen Verbrenner // Audi – Pressemitteilung vom 19.10.2017

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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