AEHRA: neuer Player aus Italien will neue Maßstäbe setzen

AEHRA: neuer Player aus Italien will neue Maßstäbe setzen
Copyright:

AEHRA

Iris Martinz
Iris Martinz
  —  Lesedauer 3 min

AEHRA Elektroautos – noch nie davon gehört? Dann sind sie nicht allein. Die auf dem lateinischen Namen für „Ära“ basierende Marke aus Norditalien ist ein ganz neuer Player auf dem Markt. Zum Ziel hat man sich gesetzt, alle existierenden Standards im Bereich Komfort, Platzangebot, Eigentümerschaft und Reiseerlebnis in den Schatten zu stellen. Noch heuer will das Start-up rund um Gründer und CEO Hazim Nada zwei reine Elektromodelle launchen: eine Limousine und ein SUV. Die Auslieferung ist für Mitte 2025 geplant.

Weltklasse-Engineering, italienisches Design und amerikanischer Kundenservice – das und nicht weniger hat AEHRA sich vorgenommen. Geboren in den USA und aufgewachsen in Italien, kennt Gründer Nada beide Welten. Der Master in theoretischer Physik und Doktor der angewandten Mathematik ist ein Hansdampf in allen Gassen: nach Stationen im Banking hat er bereits früh eine eigene Trading-Company gegründet. 2015 erfolgte die Gründung der Aero Gravity, die Europas größten vertikalen Windtunnel für Aerodynamik-Tests beherbert.

Den Ausschlag für die Gründung von AEHRA gab die Erkenntnis, dass aktuell kein Automobilhersteller das volle Potential der sich schnell entwickelnden Elektroauto-Architektur nutzen würde. Stattdessen würden E-Autos wie Verbrenner aussehen und auch genauso vermarktet werden. „Wir haben AEHRA geschaffen mit der Vision, fundamentale Defizite in der aktuellen globalen Autoindustrie zu beheben. Beispielsweise wirklich begehrenswerte Autos zu bauen, die auch als elektrisch wahrgenommen werden. Das verbinden wir mit italienischem Design, das schlussendlich die Vorteile sowohl innen und außen herausstellt„, erklärt Nada.

Was genau AEHRA unter dieser Strategie versteht, dazu gibt Nada erste Einblicke: Kunden können das Auto mit nur wenigen Klicks online bestellen, die gesamte Kundenreise durch Suche und Kauf soll neu gedacht werden. Der geplante SUV soll ausreichend Platz für vier NBA-Basketballspieler sowie für eine weitere Person in der Mitte der Rücksitzbank bieten. Führende Fahrerassistenzsysteme mit der Option auf autonomes Fahren werden mit einer starken, aber ultra-leichten Karbon-Monocoque-Karosserie kombiniert, die das Fahrzeuggewicht reduziert, bessere Reichweiten und ein völlig neues Fahrgefühl ermöglicht.

Apropos Reichweite: der AEHRA SUV peilt 800 Kilometer an. Reichweitenangst wäre damit kein Thema mehr und AEHRA fokussiert sich deshalb mehr auf das Kundenerlebnis. Wenn Performance und Reichweite eines Elektroautos erstmal kein Thema mehr seien, stelle sich die Frage, was sich der Kunde rund um das Fahrzeug für Innovationen wünsche. Man müsse also jene Faktoren innovieren, die der Kunde direkt fühlt und lebt – die Form des Autos und das Platzangebot im Innenraum. AEHRA Elektroautos würden daher überragende Schönheit und Funktionalität vereinen. Filippo Perini, bekannt für seine Designs bei Audi, Lamborghini und Italdesign, konnte als Chefdesigner gewonnen werden.

Um konkurrenzfähig zu sein, baut AEHRA keine eigene Produktion auf, sondern arbeitet mit den führenden Produktionspartnern zusammen. Die Finanzierung ist laut Angaben des Unternehmens gesichert. Erste Details zu den geplanten Modellen will AEHRA noch in diesem Jahr bekanntgeben.

Quelle: ipresslive.it – AEHRA – introduces a global revolution in ultra premium electric vehicle architecture and experience

Worthy not set for this post
Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.