ACC: Ziel von mindestens 120 GWh Zellkapazität bis 2030

ACC: Ziel von mindestens 120 GWh Zellkapazität bis 2030
Copyright:

Stellantis

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Stellantis unterstützt gemeinsam mit seinen Partnern die Wachstumspläne der Automotive Cells Company (ACC). Das Gemeinschaftsunternehmen beabsichtigt, das bestehende Stellantis-Werk in Termoli in Italien in eine neue Batteriezellfertigung umzuwandeln. Des Weiteren habe ACC die Vereinbarung zur Aufnahme von Mercedes-Benz als neuem, gleichberechtigten Partner – neben TotalEnergies/Saft und Stellantis – geschlossen.

Das europäische Batterie-Start-up, Automative Cell Company – gestartet als ein Joint Venture zwischen dem Batteriehersteller Saft und dem Fahrzeuggiganten PSA Group, dem Peugeot, Citroen, Opel und Vauxhall gehören – konzentriere sich auf den Aufbau von Batteriezellfabriken. Dabei wolle man gleichzeitig das Know-how von Saft nutzen, um „hochmoderne“ Lithium-Ionen-Batterien mit höheren Reichweiten und schnelleren Ladezeiten als die Konkurrenz zu bauen. Die Partner haben sich nun auch dazu bekannt, die industrielle Kapazität von ACC bis 2030 auf mindestens 120 Gigawattstunden zu erhöhen und damit die Entwicklung sowie die Produktion von Hochleistungsbatteriezellen und -modulen der nächsten Generation auszuweiten.

„Wir sind allen dankbar, die sich an dieser Investition beteiligt haben, um die Zukunft der großartigen Gemeinschaft in Termoli zu sichern. Die Transformation des bestehenden Werks zur Unterstützung einer nachhaltigeren Zukunft positioniert ACC als europäischen Marktführer in der Batterieherstellung. Zudem bestätigt dies die Rolle Italiens bei der Unterstützung der Transformation von Stellantis zu einem Technologieunternehmen für nachhaltige Mobilität.“ – Carlos Tavares, CEO von Stellantis

Konkret plant ACC, Ende 2023 „mit der Produktion in unserer Fabrik in Douvrin im Norden Frankreichs und ein Jahr später in Kaiserslautern“ zu starten. Zunächst war geplant, bis 2030 eine Kapazität von 38 Gigawattstunden an Batteriezellen pro Jahr aufbauen. „Mit Daimler an Bord peilen wir jetzt eine Kapazität von 120 Gigawattstunden an“. Die Stuttgarter sind erst vor wenigen Monaten bei ACC eingestiegen. Falls die 120 Gigawattstunden mit den zwei geplanten Fabriken nicht zu schaffen sind, könnten auch „ein oder zwei Fabriken mehr dazukommen“, so der ACC-Chef Yann Vincent. Auch das Recycling habe man bereits im Blick, schließlich wird es mittelfristig eine sehr ergiebige Rohstoffquelle sein.

Im Rahmen des Strategieplans „Dare Forward 2030“ hat Stellantis angekündigt, im Jahr 2030 weltweit fünf Millionen batterieelektrische Fahrzeuge absetzen zu wollen – das entspricht 100% des Pkw-BEV-Verkaufsmixes in Europa und 50% des Anteils von verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA. Stellantis erhöhte darüber hinaus die geplante Batteriekapazität um 140 GWh auf etwa 400 GWh – abgedeckt durch fünf Gigafactories und ergänzende Lieferverträge.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Autoländer warnen vor „irreversiblen Schäden“ für die Automobilindustrie

Autoländer warnen vor „irreversiblen Schäden“ für die Automobilindustrie

Daniel Krenzer  —  

Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen fordern mehr Schutz für die Automobilindustrie, günstigeren Ladestrom und flexiblere CO₂-Vorgaben.

T&E: Chinesische und US-Hersteller könnten ein Viertel des europäischen E-Lkw-Markts erobern

T&E: Chinesische und US-Hersteller könnten ein Viertel des europäischen E-Lkw-Markts erobern

Tobias Stahl  —  

Europäische Hersteller könnten bis 2030 rund ein Viertel des hiesigen Markts für schwere E-Lkw an Hersteller aus China und den USA verlieren, warnt T&E.

350.000 Zuliefererjobs in Europa bis 2030 gefährdet

350.000 Zuliefererjobs in Europa bis 2030 gefährdet

Sebastian Henßler  —  

Der VDA erwartet bis 2035 den Verlust von 125.000 weiteren Autojobs in Deutschland und verweist auf hohe Energiekosten sowie fehlende Reformen.

USA: Öffnet Trump die Tür für chinesische Hersteller?

USA: Öffnet Trump die Tür für chinesische Hersteller?

Tobias Stahl  —  

Kurz vor einem geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping sorgt US-Präsident Trump mit überraschender Offenheit für Kritik aus Reihen der US-Hersteller.

Nachhaltiger Verkehr als Schlüssel für Afrikas Wohlstand

Nachhaltiger Verkehr als Schlüssel für Afrikas Wohlstand

Michael Neißendorfer  —  

Expertinnen und Experten von 50 Organisationen aus Afrika gestalten Strategien für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem.

Studie: Management-Arroganz treibt Niedergang der Autobranche

Studie: Management-Arroganz treibt Niedergang der Autobranche

Michael Neißendorfer  —  

In Bezug auf die Aussichten der deutschen Automobilindustrie geben sich mehr als 500 Manager alles in allem recht pessimistisch.

Wegen guter E-Auto-Absätze: Kfz-Gewerbe korrigiert Prognose

Wegen guter E-Auto-Absätze: Kfz-Gewerbe korrigiert Prognose

Tobias Stahl  —  

Der ZDK rechnet für 2026 mit einem spürbaren Wachstum bei Elektroautos. Die Gesamtlage im Kfz-Gewerbe bleibt aber dennoch angespannt.