2020 schließt mit Rekordabsatz bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden in Deutschland

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Michael Neißendorfer
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Elektroautos und Plug-in-Hybride sind weiterhin stark auf Wachstum gepolt: Der Dezember 2020 schließt in Deutschland trotz Corona-Lockdown „light“ und „verschärft“ mit einem Rekordabsatz von fast 83.000 neu zugelassenen Elektrofahrzeugen ab, darunter fast 44.000 rein batterieelektrische Autos, so das Center of Automotive Management (CAM). Damit steigt der Neuzulassungsanteil von E-Fahrzeugen im Dezember auf 26,6 Prozent, d.h. mehr als jedes vierte Neufahrzeug hatte bereits einen Elektroantrieb, sei es als reines E-Auto oder Plug-in-Hybrid.

Im Gesamtjahr 2020 wurden gut 395.000 Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen verzeichnet, wodurch sich der Marktanteil von 3 innerhalb eines Jahres auf 13,5 Prozent mehr als vervierfacht hat. Die Neuzulassungen für reine Elektrofahrzeuge (BEV) erhöhen sich von 63.000 (2019) auf rund 194.000 Stück (+207 Prozent) im Jahr 2020, was einem Neuzulassungsanteil von 6,7 Prozent (2019: 1,75 Prozent) entspricht.

Elektroauto-Neuzulassungen-2020-Deutschland

Noch deutlich stärkere Zuwächse können im Jahr 2020 die Plug-In-Hybride (PHEV) verbuchen, deren Neuzulassungen um 342 Prozent auf rund 200.500 Fahrzeuge anwuchsen, wodurch diese Antriebsform auf einen Marktanteil von 6,9 Prozent (2019: 1,26 Prozent) kommt. Deutschland steigt nach Prognosen des CAM damit im Jahr 2020 nach China zum zweitgrößten Einzelmarkt für die Elektromobilität (BEV/PHEV) auf und hat nach Absatzzahlen die USA überholt.

„Deutschland steigt dank Förderung weltweit zum zweitgrößten Einzelmarkt für die Elektromobilität auf und kann damit zunehmend eine Schrittmacherfunktion für die neue Antriebsform entwickeln. Kritisch ist, dass die hohen E-Autozulassungen noch zu mehr als 50 Prozent auf die Plug-in-Hybride beruhen, die nur bei bestimmten Fahrprofilen und bei regelmäßigem Laden ökologisch sinnvoll sind. In einer aktuellen Prognose geht das CAM in den nächsten Jahren von weiteren Zuwächsen der Elektromobilität aus. Bis zum Jahr 2025 werden die jährlichen Neuzulassungen von E-Fahrzeugen auf rund 900.000 steigen, was dann einem Anteil von 27 Prozent an den Neuverkäufen entspricht. Dabei wird davon ausgegangen, dass der weit überwiegende Anteil von rund 65 Prozent reine Elektroautos sein werden. Eine große Herausforderung bleibt die Ladeinfrastruktur, die die Akzeptanz von E-Fahrzeugen und den künftigen Markthochlauf bremsen könnte.“ – Stefan Bratzel, Studienleiter am CAM

Dagegen verlieren die konventionellen Antriebe in Deutschland im Jahr 2020 bereits stark an Bedeutung. Benzinbetriebene Pkw stellen nur noch 46,7 Prozent der Neuzulassungen, ein Rückgang zum Vorjahr von 12,5 Prozentpunkten (2019: 59,2 Prozent). Der Dieselanteil geht um vier Prozentpunkte auf jetzt 28,1 Prozent der Neuzulassungen zurück (2019: 32,0 Prozent). Erdgas- und Flüssiggasantriebe haben einen Anteil von 0,5 Prozent der Neufahrzeuge. Die Neuzulassungen von Hybridantrieben (ohne PHEV) kommen im Jahr 2020 auf einen Anteil von 11,2 Prozent. Alternative Antriebe (Hybrid/Elektro) haben damit in Deutschland bereits einen Anteil von 24,7 Prozent aller Neuzulassungen. Der Gesamtmarkt ging im Jahr 2020 um 19,1 Prozent auf 2.917.678 Neuzulassungen zurück.

Quelle: Center of Automotive Management – Pressemitteilung vom 07.01.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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