VW: Diese Standorte sind essentiell für Erfolg bei E-Mobilität

VW: Diese Standorte sind essentiell für Erfolg bei E-Mobilität
Copyright:

Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

89 Milliarden Euro wird der VW Konzern in E-Mobilität und Digitalisierung stecken. Somit fließen 56 Prozent der Gesamtinvestitionen von 159 Milliarden Euro, aus der Planungsrunde 70 in batterieelektrische Entwicklung. Damit unterstreicht der Konzern, dass man mit Hochdruck die eigene NEW AUTO Strategie umsetze wolle. Hierfür setzt der Konzern auf die umfassenden Elektrifizierung der europäischen Standorte, um weitere Synergien zu heben und Skaleneffekte zu nutzen.

Die niedersächsischen Standorten erfahren alleine ein Investitionsvolumen von rund 21 Milliarden Euro. Hierbei fließe der überwiegende Anteil in Produktions- und Komponentenstandorte. Dies zeigt sich im Detail wie folgt: Für das Werk Hannover ist vorgesehen, das dies mittelfristig vollständig elektrisch und damit eine deutliche Modernisierung des Standorts erfahren wird. Mit dem ersten Artemis-Fahrzeug wird das derzeit bedeutendste Zukunftsprojekt in Hannover angesiedelt, die Karosseriefertigung für ein neues Bentley-Modell wurde ebenfalls bestätigt. Des wWeiteren habe man mit dem ID. California ein weiteres Fahrzeugderivat für den Standort verabschiedet. Im Zusammenspiel mit den dort gefertigten MOIA-Shuttles und dem ID. BUZZ AD wird der Standort Hannover zur Speerspitze für das Autonome Fahren im Konzern.

Für Wolfsburg habe man eine nicht weniger spannende Entscheidung getroffen. So wird Wolfsburg zum Standort für das Projekt Trinity, zudem sei geplant, dass aufgrund der hohen Nachfrage nach E-Autos die Einrüstung des ID.3 für eine Vollfertigung ab dem Jahr 2024 geplant sei. Bis dahin sei eine Teilfertigung mit Belieferung aus Zwickau vorgesehen. Mit diesem Plan will das Unternehmen zusätzliches Marktvolumen bedienen, das Zwickau alleine angesichts langfristig guter Auslastungsprognosen nicht erfüllen könnte.

Auch die deutschen Komponentenwerke setzen ihre 2015 eingeleitete Transformation hin zur E-Mobilität fort. So werden künftig am Standort Hannover neben Hardware für Ladeinfrastruktur auch Achsen für MEB-Modelle gefertigt. Die Werke Braunschweig, Salzgitter und Kassel hingegen werden in Hinblick auf Ausbau der bestehenden MEB-Fertigung von Batteriesystem, Rotor/Stator und E-Motor weiter gestärkt. Zusätzlich bereiten sich die Standorte bereits auf die Fertigung wesentlicher Komponenten der SSP-Plattform vor. Damit macht Volkswagen den nächsten Schritt bei seiner strategischen Weiterentwicklung zum Schlüsselanbieter für E-Module und E-Plattformen.

Mit dem Standort Salzgitter plane VW nicht weniger als einen europäischen Batterie-Hub ins Leben zu rufen. Hierfür investiere man rund zwei Milliarden Euro, um ab 2025 in der niedersächsischen Gigafabrik Batteriezellen für das Volumensegment der Volkswagen Einheitszelle zu produzieren. Des Weiteren sei vorgesehen Entwicklung, Planung und Produktionssteuerung der Batterieaktivitäten in Salzgitter zu bündeln. Hierfür wurde im Rahmen der Planungsrunde die Gründung einer Gesellschaft europäischen Rechts genehmigt. Diese wird die batteriebezogenen Aktivitäten des Konzerns bündeln und perspektivisch die Beteiligung Dritter ermöglichen.

Für den Standort Osnabrück wurde vereinbart ein künftiges Produktionsprogramm und für Dresden ein Nachnutzungskonzept in der Planungsrunde 71 zu prüfen. Doch damit ist nicht Schluss. Der Konzern plane darüber hinaus weitere Investitionen in die E-Mobilität in Deutschland und Europa. So soll im Werk Leipzig mit zwei Porsche-Modellen die Synergien des elektrischen PPE-Baukastens für den Premiumbereich gehoben.

Zur Elektrifizierung des Standortes Neckarsulm wurde die Einrüstung der Audi Fahrzeugfamilie E6 in der Nachfolgergeneration beschlossen. Das schon heute vollständig elektrifizierte Werk in Brüssel erhält ab dem Jahr 2026 den neuen Audi Q8 e-tron, wie wir bereits im Vorhinein berichten konnten. Auf der iberischen Halbinsel ist geplant ab 2025 im Mehrmarkenwerk Martorell kompakte E-Fahrzeuge zu bauen und im Mehrmarkenwerk in Pamplona E-Fahrzeuge der SUV-Klasse.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.