VW & Shell bringen HPC-Lader an abgelegene Orte

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Shell Deutschland und der Volkswagen Konzern treiben gemeinsam den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität voran. Anfang Mai haben die beiden Unternehmen die erste 150 kW Elli Flexpole-Ladestation an einer Shell-Tankstelle in Göttingen in Betrieb genommen. Künftig wird es durch diese Lösung möglich sein Ladestationen einfach und flexibel zu installieren, um den Netzausbau zu beschleunigen.

Nach einem erfolgreichen Testbetrieb wollen die beiden Unternehmen die Flexpole-Ladestation sukzessive auf weitere Länder ausrollen. „Der schnelle Ausbau der Ladeinfrastruktur ist eine Voraussetzung für den Erfolg der E-Mobilität. Mit Innovationen wie der Elli Flexpole leisten wir dazu einen Beitrag. Sie kann nahezu überall ohne große Bauarbeiten aufgestellt werden und eignet sich daher ideal für einen schnellen Aufbau von Schnelllademöglichkeiten“, so Simon Löffler, bei Elli verantwortlich für die Bereiche Sales, Produkte und Projekte über die flexible Ladelösung.

Gemeinsam mit Shell wolle der VW Konzern seinen Teil dazu beitragen, bis 2030 mindestens eine Million Ladepunkte zur Verfügung zu haben in Deutschland, so das selbst auserkorene Ziel der Bundesregierung. Dabei setzt die Ladelösung an einem Punkt an, der bisweilen den schnellen Ausbau verhindert, Regularien und Lieferzeiten. Denn derzeit wird ein schnellerer Ausbau der Ladeinfrastruktur durch die Notwendigkeit von Spezial-Transformatoren erschwert, deren Beschaffung von langen Lieferzeiten geprägt ist. Ferner richten rund 900 deutsche Verteilnetzbetreiber unterschiedliche Anforderungen an die Transformatoren.

Die Flexpole-Ladepunkte können dank des integrierten Batteriesystems direkt an das Niederspannungsnetz angeschlossen werden, ohne dass ein spezieller Transformator oder kostspielige Bauarbeiten erforderlich sind. Die Installationszeit wird erheblich verkürzt bei gleichzeitig hoher Ladeleistung. Win-Win für alle Seiten, wenn man so möchte.

Die Kooperation der beiden Unternehmen zahlt gleichermaßen auf deren Ziele ein. Shell will bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-CO2-Emissionen werden. Ein Baustein hierfür ist der Aufbau eines breiten Ladeangebotes für Elektrofahrzeuge. Dafür wurden auch auf dem deutschen Markt schon früh die Weichen gestellt. Ziel des Volkswagen Konzerns ist es, führender Anbieter eines intelligenten Lade- und Energie-Ökosystems zu werden. Bis 2025 soll ein globales Netz aus insgesamt 45.000 High-Power-Charging-Punkten (HPC) mit einer Leistung von bis zu 350 kW entstehen.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 04.05.2023

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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