VW baut den ID-Tiguan wohl in Wolfsburg

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Daniel Krenzer
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Das kommende vollelektrische Kompakt-SUV von Volkswagen, das ID-Tiguan heißen könnte, soll ab 2026 wohl im Stammwerk in Wolfsburg gebaut werden. Das berichtet unter anderem die Automobilwoche unter Nutzung einer Meldung der Deutschen Presseagentur. Dies wurde demnach bei einer VW-Betriebsversammlung bekannt gegeben, an der auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) teilgenommen hat.

Die Vergabe des elektrischen Kompakt-SUVs nach Wolfsburg war ursprünglich wohl nicht geplant gewesen. Durch dass das sogenannte „Trinity-Projekt“ aber ins Stocken geraten und der Bau des zukünftigen Kernmodells der Marke weiter in die Zukunft gerückt ist, taten sich offenbar im wenig ausgelasteten Stammwerk Kapazitäten auf. Aktuell werden in Wolfsburg der konventionelle Tiguan, der Golf, der Touran sowie das große SUV der VW-Tochter Seat (Tarraco) gefertigt.

Der elektrische Tiguan, dessen Namensgebung noch nicht zu hundert Prozent klar sei, soll ähnliche Dimensionen aufweisen wie der heutige Tiguan als Verbrenner. Basis wird die MEB+-Plattform sein, die abermals auf die 400-Volt-Technik zurückgreifen wird. Die Ladegeschwindigkeit soll dennoch von derzeit maximal 170 kW auf dann bis zu 200 kW steigen. In den kommenden Jahren sollen voraussichtlich zehn neue E-Modelle mit dieser Plattform ausgestattet sein – unter anderem auch der ID.2 sowie der ID.1, sofern dieser umgesetzt werden sollte. Daran ließen zuletzt Aussagen von VW-Finanzchef Arno Antlitz ein wenig zweifeln.

Das zukünftig geplante neue Volumenmodell von VW, das im derzeitigen Projektstatus „Trinity“ heißt, sollte ursprünglich ab 2026 in Wolfsburg gebaut werden. Vor wenigen Wochen wurde aber bekannt, dass es wohl frühestens 2028 soweit sein könnte, weil die Entwicklung der Software für ein solch vernetztes Fahrzeug länger dauere als ursprünglich angenommen. Der ID-Tiguan, sofern er denn so heißen sollte, könnte nun diese entstandene Lücke auffüllen und somit Arbeitsplätze im Werk mit mehr als 60.000 Mitarbeitern sichern.

Ob das als zukunftsweisend geplante Tritiny-Modell dann aber in ebendiesem Werk gebaut werden kann, ist derzeit noch unklar. Dem Vernehmen nach prüfe Volkswagen derzeit Ausbau und Aufrüstung des bestehenden Werkes, doch selbst ein kompletter Neubau werde nach wie vor nicht ausgeschlossen – was das Startdatum des Modells freilich noch weiter nach hinten schieben könnte.

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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