VW: Ab 2022 laufen in Hannover und Emden E-Autos vom Band

VW: Ab 2022 laufen in Hannover und Emden E-Autos vom Band
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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„In der E-Mobilität liegt die Zukunft der Mobilität“, so die Aussage von Betriebsratschef Bernd Osterloh im VW-Mitarbeitermagazin Inside im September. Dies scheint sich nun auch für die beiden Standorte Hannover und Emden zu bewahrheiten. Nach Zwickau sollen auch diese beiden Standorte ihre Produktion auf Elektrofahrzeuge umstellen.

Erst kürzlich gab VW neben der Vorstellung der MEB-Plattform auch einen Blick auf den Volkswagen ID. frei. Beziehungsweise auf dessen Bedeutung für den Konzern. Denn der ID. steht für E-Mobilität „made in Germany“.  So sind an der Entwicklung und Produktion der ersten Elektroautos auf MEB-Basis die meisten Volkswagen Standorte in Deutschland beteiligt. Hannover und Emden wurden dabei nicht aufgeführt. Übernehmen ab 2022 aber auch eine wichtige Rolle in der E-Offensive des Unternehmens.

„Volkswagen setzt seine Elektro-Offensive konsequent um. Dafür richten wir das Unternehmen auf saubere Mobilität aus. Mit diesem Schritt sorgen wir auch für eine nachhaltige Zukunftsperspektive für beide Standorte.“ – Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender Volkswagen

Die Ausrichtung auf die Produktion innovativer E-Fahrzeuge ist Bestandteil der Planungen zur Werkebelegung, über die der Aufsichtsrat am Freitag in Wolfsburg entscheidet. Im Rahmen dessen sollen Emden und Hannover zu weiteren Vorzeigewerken in Deutschland werden und im Zusammenspiel mit Zwickau den größten Verbund zur Produktion von E-Fahrzeugen in Europa bilden, so Personalvorstand Gunnar Kilian.

Emden steigt ab 2022 in E-Fahrzeug Fertigung ein – Hannover ebenfalls

Ab 2022 ist vorgesehen, dass im Werk Emden E-Fahrzeuge gefertigt werden.  In Hannover soll neben der Fertigung konventionell angetriebener Fahrzeugen voraussichtlich ab 2022 die Produktion von Modellen der elektrisch angetriebenen ID.Buzz-Familie starten.

Um entsprechende Kapazität für die Elektroautos zu gewährleisten, sollen bisher in Emden und Hannover hergestellten Modelle, vor dem Hintergrund der Stärkung der Elektro-Offensive, sukzessive von anderen Standorten übernommen werden. Über die Details der Werkebelegung wird der Aufsichtsrat von Volkswagen am Freitag entscheiden. Für die Standorte Emden und Hannover wurde für die Transformationsphase eine Beschäftigungssicherung bis 2028 vereinbart.

„Die Automobilindustrie und Volkswagen befinden sich im größten Wandel ihrer Geschichte, und das Werk Emden ist ganz vorn dabei. Schon in wenigen Jahren laufen hier erstklassige Elektrofahrzeuge vom Band – wie jedes Emder Produkt gefertigt von unseren top-qualifizierten Kolleginnen und Kollegen. Die Beschäftigungsgarantie bis 2028 gibt ihnen und ihren Familien Sicherheit, der Einstieg in die Elektromobilität ist eine klare Zukunftsperspektive.“ – Manfred Wulff, Betriebsratsvorsitzende des Werkes Emden

Befristete Arbeitskräfte können im Werk Emden künftig nicht nachhaltig beschäftigt und deshalb am Standort Emden auch nicht fest übernommen werden. Dem Unternehmen war es wichtig, allen befristet Beschäftigten eine nachhaltige Beschäftigungsperspektive im Konzern zu geben. Deshalb wird allen betroffenen Mitarbeiter bei Porsche in Zuffenhausen, Ludwigsburg und Sachsenheim und einem Teil auch im Volkswagen Werk Kassel unbefristete Arbeitsverträge angeboten.

Aus Sicht von Bertina Murkovic, Betriebsratsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie Mitglied des Volkswagen Gesamtbetriebsrats, hat man mit dieser Vereinbarung die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Umbruch in der Automobilindustrie zu gestalten und Perspektiven für die Beschäftigten aufzuzeigen. Erfreut zeigt sich Murkovic vor allem über die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung für die Stammbelegschaft bis Ende 2028.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 14. November 2018

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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