Volkswagen pusht Batterielieferanten zum Aufbau von Batteriefabriken

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

In unserer Podcast-Folge „VW macht sich für E-Mobilität stark – eine Momentaufnahme“ sind wir darauf eingegangen, welche Hebel derzeit in Bewegung gesetzt werden, um die E-Mobilität spürbar voranzubringen. Nicht nur bei VW selbst, sondern auch bei den dazugehörigen Tochter-Unternehmen. Nun scheint VW auch Druck auf seine Batteriezellen-Lieferanten ausüben zu wollen, um diese zum Aufbau von Elektroautobatterieanlagen mit mindestens einer Gigawatt Produktionskapazität zu bewegen.

Bereits im Februar haben wir berichtet, dass der Wolfsburger Autokonzern gemeinsam mit dem koreanischen Zellspezialisten SK Innovation mehrere Milliarden Euro in den Bau von bis zu drei Gigafabriken in Werksnähe von VW investieren möchte. Doch damit zeigt sich LG Chem nicht einverstanden. Die Koreaner drohten damit, unter Umständen nicht mehr zu liefern, wenn VW mit SK Innovation in die Produktion einsteige. Und das möglicherweise ab sofort. Dies haben Manager berichtet, die mit den Verhandlungen vertraut sind.

Dennoch gab VWs Vorstandsvorsitzender Herbert Diess gegenüber Reuters, am Rande der Shanghai Auto Show, zu verstehen, dass man weiter auf seiner Forderung beharrt. Diess geht sogar einen Schritt weiter und sagt: „Alles unter diesem Wert würde wenig Sinn ergeben“ – bezogen auf die eingangs erwähnte Gigawatt Produktionskapazität der Batterieanlage.

Vonseiten VW wird darauf hingewiesen, dass man über eine Investition in einen Batteriehersteller nachdenkt, um die Elektrifizierungsoffensive zu verstärken und das notwendige Know-how aufzubauen. Durchaus sinnvoll, führt ein Batterieengpass doch gerade zu Schwierigkeiten bei der Produktion des Audi e-tron, die Produktion des e-tron Sportback verzögert sich gar komplett.

Bereits im März 2018 wurde angekündigt, dass CATL Batteriezellen an Volkswagen liefern wird. Komplettiert wird die Batteriezellen-Lieferanten-Riege durch Samsung. Insgesamt benötigt der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 GWh pro Jahr, welcher unter anderem durch die vier Batteriezellen-Lieferanten abgedeckt werden soll.

Der deutsche Automobilhersteller rüstet 16 Fabriken für den Bau von Elektrofahrzeugen um und plant, bis Mitte 2023 33 verschiedene Elektroautos der Marken Skoda, Audi, VW und Seat zu produzieren.

Quelle: Reuters – Volkswagen pushes battery partners to build Gigafactories

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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