Umicore setzt auf Festkörperbatterie-Zukunft

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Umicore, ein globaler Marktführer in den Bereichen Materialtechnologie und Recycling, hat kürzlich in Olen, Belgien, eine innovative Produktionsstätte für Festkörperbatterie-Prototypen in Betrieb genommen. Die Anlage werde Umicore dabei unterstützen, seine Forschungs- und Entwicklungsbemühungen im Bereich der Festkörperbatterien zu intensivieren und zu beschleunigen, einer Technologie, die als entscheidend für die Weiterentwicklung der Elektromobilität angesehen wird.

Die neue Anlage, die sich auf einer Fläche von 600 m² erstreckt, sei mit modernster Technologie ausgestattet und decke den gesamten Entwicklungsprozess von Festkörperbatterien ab, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Dies umfasst die Formulierung der Materialien, ihre Charakterisierung und Produktion, die Montage der Batteriezellen und die anschließenden Tests auf Batterieebene. Mit dieser umfassenden Herangehensweise will Umicore neue Materialklassen entwickeln, darunter Katholyten, die kathodenaktive Materialien und Festelektrolyte kombinieren.

Umicore und die Zukunft der Batterietechnologie

Seit 2017 hat Umicore mehrere Schlüsselpatente im Bereich der Festkörperbatteriechemie angemeldet und sieht in der neuen Anlage eine Chance, seine Innovations- und Technologieführerschaft in diesem Bereich weiter auszubauen. „Wir sind entschlossen, unsere führende Position in der Kathodenmaterialbranche zu behaupten, und diese neue Anlage ist ein entscheidender Schritt, um unsere Führungsposition weiter zu stärken und unsere Prototyping-Kapazitäten zu erhöhen“, so Mathias Miedreich, CEO von Umicore.

Die Anlage in Olen, die auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns beherbergt, wurde in eine gesamtheitliche Einrichtung umgewandelt. Bei der Entwicklung von Festkörperbatterien kommen extrem feuchtigkeitsempfindliche Materialien zum Einsatz, die eine spezielle Infrastruktur erfordern. Die Luftfeuchtigkeit im Umicore-Labor liegt bei weniger als 0,1 Prozent, indem jede Stunde 200.000 Kubikmeter trockene Luft durch die Räume geblasen werden. Diese trockene Luft sei für die genaue Prüfung, Analyse und Entwicklung der nächsten Generation von kathodenaktiven Materialien unerlässlich.

Festkörperbatterien: Die Batterien der Zukunft

Festkörperbatterien werden als die Batterien der nächsten Generation angesehen, die in mehreren Bereichen Leistungsverbesserungen bieten. Sie haben eine höhere Energiedichte, was die Reichweite von Elektroautos erhöht und ein schnelleres Aufladen ermöglicht. Der Ersatz des heutigen flüssigen Elektrolyten durch einen festen Elektrolyten wird die Sicherheit und Lebensdauer von wiederaufladbaren Batterien erhöhen, ihre Größe und ihr Gewicht verringern und letztlich auch ihre Kosten senken.

Quelle: MarketScreener – Umicore speeds up its EV battery materials R&D with unique large-scale prototyping center for solid-state battery materials

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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