Toyota präsentiert neuen Brennstoffzellen-Lkw

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Toyota / VDL

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Der japanische Fahrzeughersteller Toyota treibt die emissionsfreie Logistik voran: Gemeinsam mit der niederländischen VDL Groep hat der Mobilitätskonzern nun einen neuen Brennstoffzellen-Lkw präsentiert, wie einer entsprechenden Pressemitteilung zu entnehmen ist. Der mit der Toyotas Brennstoffzellentechnik ausgerüstete Wasserstoff-Lkw soll demnach zur Dekarbonisierung des Logistikverkehrs von Toyota in Europa beitragen.

Der jetzt vorgestellte Prototyp werde fortan im Rahmen der Toyota Logistik eingesetzt und erprobt. Ziel sei die Evaluierung und kontinuierliche Verbesserung, um das Projekt ausweiten zu können. Die VDL Groep bereite bereits vier weitere Brennstoffzellen-Lkw vor, die von den Toyota Logistikdienstleistern VOS Transport Group, CEVA, Groupe CAT und Yusen eingesetzt werden sollen. Diese Transportunternehmen würden die Wasserstoff-Lkw auf ihren täglichen Logistikrouten zwischen Köln, Antwerpen (Belgien), Lille (Frankreich) sowie Amsterdam und Rotterdam (beide Niederlande) einsetzen, heißt es. Entlang der Strecken befinden sich mindestens eine Wasserstofftankstelle sowie Back-up-Lösungen für unerwartete Zwischenfälle wie den Ausfall eines Tankpunkts.

Fünf Jahre für Feldversuch

Die Zusammenarbeit aller Beteiligten soll die Erkenntnisse über den Einsatz von Wasserstoff-Lkw auf öffentlichen Straßen vertiefen und zur ökologischen Energiewende in Europa beitragen. Der auf fünf Jahre angelegte Feldversuch soll die Entwicklung einer nachhaltigen Wasserstoffinfrastruktur in Europa vorantreiben und so zu mehr CO2-neutralen Mobilitätslösungen führen.

Der emissionsfreie Logistikverkehr ist eine weitere Initiative, mit der Toyota seinem eigenen Ziel von CO2-Neutralität bis 2040 näherkommen will. Neben der zunehmenden Elektrifizierung von Pkw setze das Unternehmen auf Partnerschaften, um den Übergang zu einer nachhaltigen und zugänglichen emissionsfreien Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen. Diese Kooperationen schließen Unternehmen aus allen Mobilitätsbereichen und mit unterschiedlichen Kompetenzen ein, um zuverlässige und effiziente Lösungen zu testen und bereitzustellen.

Option für die Logistik?

Während Wasserstoff als Energieträger im Pkw-Bereich im Expertenkreis nur von einer Minderheit als Möglichkeit für die breite Masse betrachtet wird, spielt H2 im Logistikbereich eine größere Rolle. Elektrische Energie kann unter nicht unerheblichen Verlusten als Wasserstoff gespeichert werden und in Brennstoffzellen nach Bedarf wieder in Strom umgewandelt werden. Lkws können damit schneller betankt werden, zudem sind eher etwas größere Reichweiten als bei batterieelektrischen Lkw möglich. Da Wasserstoff zumindest aktuell in Europa noch sehr teuer ist – und wegen der energetischen Verluste durchaus umstritten – hat er sich bislang noch nicht im größeren Stil in der Logistik durchgesetzt, kann aber zukünftig eine Rolle bei der Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs spielen.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 12. September 2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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