Toyota Mirai Concept: Hinterradantrieb, größere Wasserstofftanks & mehr Reichweite

Toyota Mirai Concept: Hinterradantrieb, größere Wasserstofftanks & mehr Reichweite
Copyright:

Toyota

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Dass Toyota derzeit für E-Autos keine Nachfrage sieht, wurde mehr als ausführlich auf unserem Portal diskutiert. Nicht nur in jüngster Vergangenheit. Mit der Vorstellung des Toyota Mirai Concept und damit dem unmittelbaren Nachfolger des Wasserstoffautos Toyota Mirai wird klar, der Automobilhersteller will im Massenmarkt verstärkt Fuß fassen. Über den gesamt Produktionszeitraum des Fahrzeugs betrachtet, hat Toyota insgesamt mehr als 10.000 Einheiten gefertigt und weltweit verkauft.

Toyota

Der Mirai, noch ein Nischenfahrzeug mit weltweit gut 3.000 Fahrzeugen pro Jahr, soll dann „in nicht allzu langer Zeit“ deutlich öfter auf die Straße kommen. Erste Details und Fakten scheinen zu zeigen, dass das Toyota Mirai Concept das richtige Auto dafür ist. 2020 soll bereits der Marktstart in Japan, Nordamerika und Europa starten. Der Startschuss für die Fertigung des Mirai-Nachfolgers wurde für den Herbst des gleichen Jahres festgelegt. Mit Hilfe eines optimierten Brennstoffzellensystems und größeren Wasserstofftanks strebt Toyota eine bis zu 30 Prozent höhere Reichweite an, als die Vorgängerversion. Demnach sollten bis zu 650 km rein elektrisch möglich sein, die erste Generation brachte es nämlich auf 500 km Reichweite.

Toyota

Mittlerweile gibt es auch Angaben zu den Abmessungen des Brennstoffzellenfahrzeugs. Dieses bringt es auf 4,97 Meter in der Länge, 1,88 Meter in der Breite und eine Höhe von 1,47 Meter. Der Radstand beträgt 2,92 Meter. Aufbauend auf der neuen modularen Toyota Plattform für Fahrzeuge mit Hinterradantrieb kommt der Mirai II mit einem solchen daher und nicht mehr wie in der ersten Generation mit Frontantrieb. Die neue Plattform verleiht der E-Limousine zugleich eine höhere Karosseriesteifigkeit und einen niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt. Dies steigert Agilität und Ansprechverhalten und sorgt für ein leichtfüßiges Handling, so die Aussage des Automobilherstellers.

Toyota

Das größere H2-Fassungsvermögen wollen die Japaner durch den Einbau von nun drei Tanks – einem langen, zwei kurzen – gewährleisten. So sei rund ein Kilogramm höhere Kapazität an Bord. Toyota gibt zudem zu verstehen, dass man ein „emotionales und dynamisches Auto, das den Kunden wirklich Spaß macht“ auf die Straße bringen wolle, so der neue Mirai Chefingenieur Yoshikazu Tanaka. Abschließend gibt Tanaka zu verstehen: „Die Kunden sollen sagen können, dass sie sich nicht nur deshalb für den Mirai entschieden haben, weil er ein Brennstoffzellenfahrzeug ist, sondern weil sie genau dieses Auto haben wollten.“

Toyota

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 14. Januar 2020

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Brennstoffzelle / Brennstoffzellenantrieb

Neue Wasserstoff-Subventionsrunde geht wieder am Markt vorbei

Neue Wasserstoff-Subventionsrunde geht wieder am Markt vorbei

Daniel Krenzer  —  

Warum die erneute Förderung von Wasserstoff-Tankstellen und H2-Lkw an der Realität vorbeigeht – und weshalb Akku-Fahrzeuge effizienter und marktreifer sind.

Bund startet Förderprogramm für H2-Tankstellen und -Lkw

Bund startet Förderprogramm für H2-Tankstellen und -Lkw

Tobias Stahl  —  

Das Verkehrsministerium fördert den Bau von Wasserstofftankstellen und die Anschaffung von H2-Lkw mit 220 Millionen Euro. Die wichtigsten Details zur Förderung.

Nur noch 50 Wasserstoff-Tankstellen für Pkw in Deutschland

Nur noch 50 Wasserstoff-Tankstellen für Pkw in Deutschland

Daniel Krenzer  —  

Nicht nur die Neuzulassungen von Wasserstoffautos rutschen in den Keller. Auch das Tankstellennetz wird immer dünner.

Was grüner Wasserstoff für Namibia bedeuten könnte

Was grüner Wasserstoff für Namibia bedeuten könnte

Sebastian Henßler  —  

Namibia setzt auf grünen Wasserstoff, doch nicht nur für den Export. Pilotprojekte wie Daures zeigen, wie eng Energie, Industrie und Politik verknüpft sind.

Wasserstoff-Stromer: Neuer Hyundai Nexo startet ab 69.900 Euro

Wasserstoff-Stromer: Neuer Hyundai Nexo startet ab 69.900 Euro

Sebastian Henßler  —  

Mit dem neuen Nexo zeigt Hyundai, wie Wasserstoffmobilität heute aussehen soll. Größerer Tank, 150 kW Leistung und moderne Assistenzsysteme stehen im Fokus.

Daimler testet Wasserstoff-Reisebus H₂ Coach von Setra

Daimler testet Wasserstoff-Reisebus H₂ Coach von Setra

Michael Neißendorfer  —  

Der Technologieträger „H₂ Coach“ von Setra soll den Weg zur Zukunft von emissionsfreien Busreisen ebnen, zusätzlich zu batterieelektrischen Reisebussen.

„Ein bisschen Geduld braucht es“: Chalmers-Experte sieht keine technischen Hürden mehr für E-Lkw

„Ein bisschen Geduld braucht es“: Chalmers-Experte sieht keine technischen Hürden mehr für E-Lkw

Tobias Stahl  —  

Der schwedische Elektromobilitäts-Experte Anders Grauers ist sich sicher: Für E-Lkw existieren keine technischen Hürden mehr – dafür aber wirtschaftliche.