Toyota investiert in Indonesien zwei Milliarden US-Dollar in Elektromobilität

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Michael Neißendorfer
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Der japanische Autohersteller Toyota plant einem Medienbericht zufolge, in den nächsten vier Jahren zwei Milliarden US-Dollar (etwa 1,8 Milliarden Euro) in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen in Indonesien zu investieren, beginnend mit Hybridfahrzeugen. Dies teilte Reuters zufolge das indonesische Koordinierungsministerium für maritime Angelegenheiten mit.

Von 2019 bis 2023 werden wir unsere Investitionen schrittweise auf 28,3 Billionen Rupiah (2 Milliarden US-Dollar) erhöhen“, wird Toyota-Präsident Akio Toyoda in einer Erklärung des Ministeriums zitiert. Toyota soll Indonesien „als erstklassiges Investitionsziel für Elektrofahrzeuge“ auserkoren haben, so Toyoda, da die indonesische Regierung bereits konkrete Pläne für die Förderung von Elektrofahrzeugen gefasst habe. Er sagte, Toyota werde dem Elektroauto-Plan der Regierung folgen und schrittweise investieren, beginnend mit der Entwicklung von Hybridfahrzeugen.

Der japanische Autobauer gab in diesem Monat bekannt, die Hälfte seines weltweiten Umsatzes bis 2025 mit Elektrofahrzeugen erwirtschaften zu wollen, also rund fünf Jahre früher als zuvor geplant. Toyota will chinesische Batteriehersteller ansprechen, um das beschleunigte globale Umschwenken auf Elektroautos bewältigen zu können.

Indonesien, die größte Volkswirtschaft in Südostasien, verfügt über reichliche Reserven an Nickel-Laterit-Erz, einem wichtigen Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien, die zur Stromversorgung von Elektrofahrzeugen verwendet werden, und hat sich in der Vergangenheit sehr bemüht, ausländische Automobilhersteller anzuziehen.

Offizielle Wettbewerber setzen darauf, dass Indonesien, das bereits Südostasiens zweitgrößtes Land in der Autoproduktion ist, zu einem wichtigen regionalen Akteur in der Batterieproduktion werden und die schnell steigende Nachfrage nach Elektroautos decken kann. Das Land hatte bereits angekündigt, ein Steuersystem einzuführen, das Herstellern von Elektrofahrzeugbatterien und Autoherstellern Steuersenkungen sowie Vorzugsvereinbarungen mit anderen Ländern mit hoher Elektrofahrzeugnachfrage bietet.

Indonesische Minister teilten Reuters bereits im vergangenen Dezember mit, dass der koreanische Autobauer Hyundai die Produktion von Elektrofahrzeugen in Indonesien im Rahmen einer Investition in Höhe von rund 880 Millionen US-Dollar plant, umgerechnet etwa 780 Millionen Euro.

Analysten zeigen sich Reuters zufolge jedoch vorsichtig, wie schnell Indonesiens Elektroauto-Ambitionen tatsächlich umgesetzt werden können, da einige seiner Lithiumbatterieprojekte eine komplizierte Nickelschmelztechnologie erfordern.

Die Erklärung des Ministeriums enthielt keine Informationen darüber, in welcher Form Toyota seine milliardenschweren Investitionspläne umsetzen will. Toyota war bislang nicht für einen Kommentar erreichbar.

Quelle: Reuters – Toyota to invest $2 billion in developing electric vehicles in Indonesia

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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