Teslas Cybercab: Autonomes Robotaxi kommt nach Europa

Teslas Cybercab: Autonomes Robotaxi kommt nach Europa
Copyright:

Tesla

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Am 10. Oktober hat Tesla auf dem „We, Robot“-Event in Los Angeles seine neuesten Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren vorgestellt: das Tesla Cybercab bzw. Robotaxi, den Tesla Robovan und den humanoiden Roboter Optimus. Diese Technologien sollen die Mobilität grundlegend verändern und autonome Systeme weiter in den Alltag integrieren, wie der Elektroautohersteller in seinen Mitteilungen schreibt.

Nun bringt Tesla das Robotaxi auch nach Europa. Ab Ende November werde es in verschiedenen Tesla Stores in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Norwegen zu sehen sein. In Berlin findet die Präsentation des Cybercab im Tesla Store der Mall of Berlin vom 22. November bis zum 8. Dezember statt. Besucher haben die Möglichkeit, sich für eine spezielle „Cybercab Berlin“-Veranstaltung anzumelden. Zeitgleich wird das Modell auch in London und Paris präsentiert. Ab Mitte Dezember bis zum Jahresende wird das Cybercab dann in Amsterdam, Stockholm und Oslo ausgestellt.

Tesla betont, dass autonomes Fahren eine Schlüsselrolle für eine nachhaltige Zukunft spiele. Durch autonomes Fahren soll der Verkehr effizienter, sicherer und erschwinglicher gestaltet werden. Daten zeigen, dass moderne Fahrerassistenzsysteme das Risiko von Verkehrsunfällen bereits erheblich reduzieren können, wie der Hersteller ausführt. Im dritten Quartal sei die Unfallwahrscheinlichkeit für Nutzer:innen der Tesla-Autopilot-Technologie im Vergleich zu durchschnittlichen Fahrern zehnmal niedriger gewesen, so die Aussage von Tesla.

Tesla | Einladung zum Tesla Robotaxi in Europa

Jeder Tesla ist standardmäßig mit einer Autopilot-Funktion ausgestattet, die mehr Sicherheit und Komfort bieten soll. Zukünftig plant Tesla, dass alle Modelle – darunter das Model S, Model 3, Model X und Model Y – vollständig autonom fahren können. Dazu werden schrittweise zusätzliche Funktionen zur Unterstützung eingebaut, die letztlich zu einer komplett autonomen Nutzung führen sollen, bei der eine Fahrerüberwachung nicht mehr erforderlich ist.

Aber aufgepasst: Das Unternehmen musste einräumen, dass die für viele Autos verwendete Hardware 3 (HW3) möglicherweise nicht das versprochene Level des autonomen Fahrens erreichen kann. Millionen von Tesla-Autos sind derzeit mit HW3-Computern ausgestattet, die ursprünglich entwickelt wurden, um das sogenannte Full Self-Driving (FSD) zu ermöglichen. Nun gibt es Zweifel, ob dieses Ziel mit HW3 tatsächlich erreicht werden kann

Das Cybercab selbst wurde entwickelt, um eine erschwingliche und zugleich schnelle Transportlösung zu bieten. Es handelt sich um ein autonomes Robotaxi für zwei Personen, das ohne Lenkrad und Pedale auskommt. Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Tesla App. Das Fahrzeug bietet eine praktische Transportlösung und ist sowohl für kurze als auch für längere Fahrten nutzbar. Der großzügige Kofferraum sorgt dafür, dass Gepäck mühelos Platz findet. Das autonome Fahren mit dem Cybercab soll einfach, sicher und für jedenzugänglich sein. Zum Jahresende können Interessierte in Europa das Cybercab in ausgewählten Tesla Stores kennenlernen und dabei einen Einblick in die Zukunft der Mobilität erhalten.

Quelle: Tesla – Pressemitteilung per Mail

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Tesla News

IG-Metall-Vorsitzende: So „krass“ wie Tesla ist sonst niemand

IG-Metall-Vorsitzende: So „krass“ wie Tesla ist sonst niemand

Daniel Krenzer  —  

IG-Metall-Chefin Benner kritisiert Tesla: Extreme Arbeitsbedingungen und fehlende Mitbestimmung herrschen in Grünheide.

Tesla: Musk rechnet mit baldiger FSD-Freigabe in Europa und China

Tesla: Musk rechnet mit baldiger FSD-Freigabe in Europa und China

Tobias Stahl  —  

Elon Musk rechnet mit einer baldigen Freigabe seines Fahrassistenzsystems FSD in Europa und China. Dem Tesla-Chef zufolge könnte es im Februar soweit sein.

Tesla und der stille Personalabbau in Grünheide

Tesla und der stille Personalabbau in Grünheide

Sebastian Henßler  —  

In Teslas Gigafabrik in Grünheide arbeiten deutlich weniger Menschen als vor zwei Jahren. Betriebsratszahlen zeigen einen Rückgang von rund 1700 Stellen.

Teslas Pläne für Batteriefabrik in Grünheide erhalten neues Leben

Teslas Pläne für Batteriefabrik in Grünheide erhalten neues Leben

Daniel Krenzer  —  

Elon Musk plant wohl ab 2027 eine Batteriefertigung in Grünheide. Zunächst soll ein 8-GWh-Werk entstehen – ein pragmatischer Schritt mit Signalwirkung.

Tesla bietet Full Self-Driving künftig nur noch im Abo an

Tesla bietet Full Self-Driving künftig nur noch im Abo an

Sebastian Henßler  —  

Tesla stellt Full Self-Driving um: Ab Februar gibt es die Assistenzsoftware nur noch im Abo. Der bisher mögliche Einmalkauf für rund 6800 Euro entfällt.

Tesla Model Y: Maximale Reichweite trifft minimalen Preis

Tesla Model Y: Maximale Reichweite trifft minimalen Preis

Sebastian Henßler  —  

657 Kilometer Reichweite, Hinterradantrieb und moderater Preis: Tesla schärft das Model Y weiter und zielt auf Vielfahrer mit Blick auf Kosten und Alltag.

BYD schnappt sich Teslas E-Auto-Krone

BYD schnappt sich Teslas E-Auto-Krone

Michael Neißendorfer  —  

Es hat sich schon länger angedeutet, nun ist es offiziell: BYD aus China hat Branchenprimus Tesla als weltweit größten Elektroauto-Hersteller überholt.