Neuer Tesla Roadster soll „in jedem Aspekt“ verbessert werden

Cover Image for Neuer Tesla Roadster soll „in jedem Aspekt“ verbessert werden
Copyright ©

Tesla

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Es ist schon etwas länger her, dass Tesla den Roadster 2.0 vorgestellt hat. Ende 2017 kündigte der E-Auto-Primus aus Kalifornien an, im Jahr 2020 einen Nachfolger für sein erstes Elektroauto auf den Markt zu bringen. Der umgerechnet mindestens 200.000 US-Dollar teure Supersportwagen hat es aber mittlerweile drei Jahre über seinem Termin noch nicht auf die Straße geschafft.

Der Chefdesigner des US-Konzerns bekräftigte nun, dass sich das Warten auf den neuen Roadster – der sich wegen des aktuellen Fokus auf andere Modelle verzögere – definitiv lohnen werde. Während eines Podcast-Interviews sagte Franz von Holzhausen, dass der Supersportwagen in jedem Aspekt besser sein soll als das, was Tesla vor mehr als fünf Jahren angekündigt hatte.

Damals stellte Tesla für den nächsten Roadster eine Beschleunigung in 1,9 Sekunden von 0 auf 60 mph (0 bis 97 kmh) in Aussicht. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 400 kmh angegeben. Um diese Leistungsdaten sowie mehr als 1000 Kilometer Reichweite zu ermöglichen, war ein 200 kWh großes Akkupaket angedacht. Seit der Roadster-Ankündigung hat Tesla eine besonders leistungsstarke Version seiner Oberklasselimousine Model S realisiert. Das Model S Plaid kommt mit drei Elektromotoren auf eine Systemleistung von 750 kW (1020 PS), bietet bis zu 840 Kilometer Reichweite und kann in 2,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze schafft es 322 km/h.

Ein Model S Plaid erreiche im Grunde schon die Werte, die Tesla für den Roadster in Aussicht gestellt habe. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der eher kompakte Supersportwagen um einiges leichter sein soll als die große Limousine, werde es interessant: „Ich denke, wenn man die Leistung und die Nutzbarkeit eines Plaid Model S extrapoliert und sich vorstellt, wohin das führen könnte, dann bringt einen die Vorstellungskraft auch dorthin, wo wir hinwollen“, so von Holzhausen, der hinzufügte: „Lassen Sie Ihrer Phantasie ein wenig freien Lauf.“

Wie der Chefdesigner bemerkte, konzentriere sich Tesla derzeit darauf, ein Massenhersteller von Elektroautos zu werden. „Wir haben eine Priorität, und diese Prioritäten ist die Massenelektrifizierung. Und Roadster ist kein Massenprodukt“. Nischenmodelle wie der Roadster 2.0, die nur in begrenzten Mengen produziert werden, stünden also vorerst nicht im Mittelpunkt. Von Holzhausen bekräftigte aber, dass Tesla das Fahrzeug tatsächlich auch entwickelt. Einen Zeitrahmen, wann das Modell fertiggestellt wird, nannte er jedoch nicht. Die neueste Aussage dazu von Tesla-CEO Elon Musk stammt von vergangenem April und lautete: 2023.

Quelle: Teslarati – Tesla Roadster 2.0 to be better on “basically every metric” than prototype

worthy pixel img
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


SuperDistorsion:

Den Staat betrügen kann Elon Murks auch ganz gut. Aber das wollt ihr Fanboys nicht hören

Niki:

VW hat weltweit Millionen Käufer betrogen und zusätzlich auch noch den Staat. Dagegen ist Elon Musk fast ein Unschuldslamm!

SuperDistorsion:

Naja… Musk lässt eher umsetzen…

SuperDistorsion:

Also war „funding secured“ kein Betrug?Das Abschalten des Autopiloten vor einem Unfall um dann sagen zu können es lag nicht am Autopiloten?
Was war nochmal mit Solar City?
Achja, komplett gefälschte Bücher und eine Produktpräsentation zu einen Fake Produkt um die Tesla-Aktionäre zur Übernahme zu bewegen.
Und mit dem ganzen Quatsch von Neuralink fange ich gar nicht erst an.

Niki:

Mit „Betrug“ würde ich vorsichtig sein. Die größte Betrügerfirma ist immer noch Volkswagen.

panib:

Na, das ist doch endlich mal ein hübscher Tesla, der sich wohltuend von den gähnend langweiligen S, X, MY und M3 absetzt. Aber bei dem Preis wird man ihn nicht wirklich oft bei uns sehen. Schade.

Läubli:

Blablabla… aber das weisst du ja schon. Das war trotzdem die Antwort auf deine Frage.

Achtung: ich bin auch ein Tesla (nicht Musk) Fan und frage dich deshalb jetzt in den Tönen eines echten Tesla Fans:

Hast du schon alle deine Träume umgesetzt? …oder wenigstens einen, wie Musk?? Du darfst durchaus ehrlich sein. :))

Läubli:

Ach…. lasst doch endlich Elon leben und Tesla leben.

Teslas sind durchaus sehr gute BEV’s
Elon ist ein guter Schauspieler und Marketingmann, aber ein schlechter Gefühlsmensch, ja.

Das sind immer noch 2 Paar Schuhe… mir bedeutet Elon nichts, weil er nicht Wort hält, aber Tesla als Auto viel – weil es einfach gut, smart und cool, ja trendy ist!

Ist das so schwer zu trennen – lebt ihr da draussen eigentlich alle so brav und habt noch nie gelogen, euch unanständig benommen, leicht angetrunken (2-3 Glas Wein) gefahren…. und und und??? Klar ist das nicht das Gleiche… aber hallo, denkt doch bitte mal darüber nach, was z.Bs. der italienische Mafiaboss aus Palermo alles gemacht hat, sowas ist anscheinend den meisten Menschen egal, es gibt nicht viel Schlagzeilen, obwohl man den Mann 30 Jahre gesucht und nicht gefunden hat – aber Musk ist DER böseste Bub schlechthin und darum muss man möglichst die BEV Nr. 1 immer schlecht reden – schämt euch alle, die das so handhaben – weil ihr alle nicht sachlich zu sein scheint!

Ich versteh das wirklich nicht… man-o-man, wo leben wir eigentlich?

So, jetzt wo ich mein Ballast abgeworfen habe, öffne ich ein Bier… CHEERS!

Bingo:

Was ist denn nun mit dem Space-X-Paket mit Raketenantrieb?

Marc:

Der „Markenbotschafter“ steht gerade vor Gericht.

Ähnliche Artikel

Cover Image for China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

Sebastian Henßler  —  

In der aktuellen Podcast-Folge hatte ich die Gelegenheit, mit Dr. Thomas Kiefer zu sprechen – Journalist, Asien-Experte und profunder Kenner der chinesischen Industriepolitik. Seit Ende der 1980er Jahre beobachtet er vor Ort in Shanghai die Entwicklungen, war unter anderem in Joint Ventures wie Shanghai Volkswagen unterwegs und hat über Jahrzehnte hinweg verschiedene Länder Asiens bereist […]

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.