Tesla erhöht Ladegebühren an Superchargern um über 35%

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Sebastian Henßler
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Nachdem Musk Anfang Januar bereits angekündigt hat, dass die 100 Prozent Abdeckung des Supercharger-Netzes in Europa noch 2019 kommt, folgt nun die neuste Information zum Tesla eigenen Ladenetzwerk. Die Ladegebühren an den Superchargern des amerikanischen Unternehmens sollen in vielen Ländern weltweit deutlich erhöht werden. In Deutschland steht eine Erhöhung über 35% im Raum.

Supercharger-Netzwerk: Abrechnung nach Minuten oder kWh

Während in den meisten Märkten nach kWh abgerechnet wird, erfolgt dies in einigen Ländern auf Minutenbasis. In Deutschland wird unter anderem nach erwähnten Minutenpreis abgerechnet. Künftig soll die Minute Laden bis 60 kW Leistung 23 Cent kosten, zuvor 17 Cent. Für Ladephasen über 60 KW Leistung werden künftig 46 Cent die Minute fällt, bisher wurden 34 Cent abgerechnet.

In unserem Nachbarland Österreich steigen die Kosten pro kWh von 0,23 auf 0,31 Euro, in der Schweiz von 0,25 auf 0,34 Schweizer Franken pro kWh. In den USA können die Gebühren Berichten zufolge auch je nach Ladestation unterschiedlich ausfallen. Der länderübergreifende, durchschnittliche Gebührenanstieg soll rund 30 Prozent betragen.

Dennoch betont das Unternehmen weiterhin, dass man das Supercharger-Ladenetz nicht zur Gewinnmaximierung einsetzen wolle. Mit Erhöhung der Ladegebühren an Superchargern um über 35% reagiert man lediglich auf die lokale Nutzung und darauf Unterschiede bei den Strompreisen besser abbilden zu können. Ob es tatsächlich nichts mit dem Stellenabbau bei Tesla zu tun hat, dass weiß nur das Unternehmen selbst.

Supercharger-Netzwerk weiter ausbaufähig – insbesondere in Hinblick auf Markteinführung des Tesla Model 3

Aktuell sind laut der offiziellen Supercharger-Karte 1.422 Stationen mit über 12.000 Ladeplätzen in Betrieb. Bis Ende 2019 sollen dann genügend Supercharger vorhanden sein, um 100 Prozent Abdeckung des Supercharger-Netzes in Europa zu erreichen.

Für Europa steht Tesla zudem vor der weiteren Herausforderung, dass die Ladestationen umgerüstet werden müssen. Denn bekanntermaßen wird der Tesla Model 3 mit CCS-Anschluss ausgeliefert, dem in Europa gängigsten Standard. Um diesen nutzen zu können, werden die Supercharger mit einem zweiten Kabel ausgestattet. Dies betrifft allerdings nicht nur Deutschland, sondern auch in anderen Ländern Europas. Ein Adapter ist demnach nicht nötig.

Quelle: Teslamag – Tesla erhöht Supercharger-Preise teils deutlich

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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