Tesla arbeitet an Hybrid-Batterie als rein elektrischer „Range-Extender“

Tesla arbeitet an Hybrid-Batterie als rein elektrischer „Range-Extender“
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Tesla hat über seinen Forschungszweig „Advanced Battery Research“ in Kanada einige interessante Ergebnisse zu hybriden Lithium-Ionen- / Lithium-Metallzellen veröffentlicht, mit denen mit eine Art vollelektrischer Range-Extender ermöglicht werden soll. Richtig gehört. Wenn wir über Elektroautos mit einem Range Extender sprechen, meinen wir normalerweise ein batteriebetriebenes Elektroauto mit einem kleinen Verbrennungsmotor an Bord, der als Generator zum Aufladen der Batterie dient, wenn der Benutzer mehr Reichweite braucht und keine Möglichkeit zum Laden der Batterie besteht.

Der Batterieforscher Jeff Dahn, ein Pionier der Lithium-Ionen-Technologie, will nun mit seinem Team an der Universität von Dalhousie in Kanada einen vollelektrischen Range-Extender erfunden haben. In einem Artikel, der letzten Monat im Wissenschaftsmagazin Joule veröffentlicht wurde, beschreiben Dahn und sein Team einen neuen Typ von Batteriezellen, der sowohl die Langlebigkeit von Lithium-Ionen-Zellen als auch die hohe Energiedichte von Lithiummetallzellen nutzt, welche allerdings wiederum schneller verschleißen als Lithium-Ionen-Zellen.

Die Forscher beschreiben in der Arbeit, wie ein mit dieser Technologie ausgerüstetes Elektroauto im Alltag unterwegs sein soll: „Wenn ein Elektroauto mit einer herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von 400 km erreichen kann, könnten Hybridzellen eine Reichweite von 480 km ermöglichen.“ Dies sei möglich, indem die Spannung des Batteriesystems je nach Einsatzzweck angepasst wird: Der Lithium-Ionen-Modus wäre mit geringeren Reichweiten für die alltäglichen kurzen Fahrten geeignet, der Lithium-Metall-Modus ermögliche hohe Reichweiten für Langstrecken.

Die Forschung befindet sich, wie so oft bei Meldungen zu neuen Batterietechnologien, noch im Anfangsstadium. Der Ansatz allerdings klingt vielversprechend, schließlich schleppen Elektroautos jeden Tag Hunderte Kilogramm an Batterien mit sich herum, deren volle Kapazität nur bei einem Bruchteil der Fahrteil benötigt wird, was das Fahren mit einem E-Auto auf den meisten Strecken weniger effizient gestaltet. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Tesla Hybridbatterien erforscht: Der Elektroauto-Pionier hat bereits im Jahr 2013 Patente für Hybrid-Li-Ionen/Li-Metall-Batterien angemeldet.

Quelle: Electrek — Tesla researchers publish work on hybrid battery enabling all-electric car range extender

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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