Norwegische Energieversorger Statkraft will mit Ladestationen nach Deutschland & Großbritannien expandieren

Norwegische Energieversorger Statkraft will mit Ladestationen nach Deutschland & Großbritannien expandieren
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 1179686422

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Künftig streckt der norwegische Energieversorger Statkraft seine Fühler nach Deutschland und Großbritannien aus, wenn es darum geht das eigene Ladestationen-Netzwerk weiter auszubauen. Dies gab der Vorstandsvorsitzende von Statkraft Christian Rynning-Tonnesen gegenüber Reuters zu verstehen. Des Weiteren sei geplant bis Ende 2019 weitere Kraftwerke in Betrieb zu nehmen.

Für Versorgungsunternehmen wie Statkraft sei das Geschäft mit Ladestationen ein wachsender Markt. Ein Markt, welchen die beiden nordischen Wettbewerber Fortum und Vattenfall bereits gut besetzen und ihre Präsenz durch mehrere Akquisitionen und Kooperationen in ganz Europa zeigen. Da der Bedarf an mehr Ladestationen wächst, da die Automobilhersteller eine größere Vielfalt an Plug-in-Elektro– und Hybridmodellen einführen, sieht Christian Rynning-Tonnesen, CEO von Statkraft, dennoch Bedarf für das Angebot seines Unternehmens.

So plane Groenn Kontakt, ein EV-Ladungsnetzbetreiber, den Statkraft zusammen mit Agder Energi kontrolliert, eine Expansion von Norwegen nach Schweden. Des Weiteren konzentriere sich Statkraft selbst auf Norwegen, Schweden, Deutschland, Großbritannien und Irland. Bis 2025 sei geplant rund 1,14 Milliarden Dollar in erneuerbare Energieprojekte zu investieren.

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres wurden die Akquisitionen des Unternehmens verstärkt, indem neben einem Portfolio von 1.500 Megawatt an Windprojekten in Irland und Großbritannien auch Wasserkraftwerke in Brasilien und Indien erworben wurden. Des Weiteren erwarb Statkraft dieses Jahr 61 Prozent der Anteile an der EV-Ladegesellschaft eeMobility in Deutschland.

Mitte Dezember 2018 wurde zudem bekannt, dass der Autohersteller Mercedes-Benz Cars gemeinsam mit Statkraft den ersten Schritt auf dem Weg zur Umsetzung einer CO2-neutralen Energieversorgung seiner deutschen Werke geht. Dies sei ein weiterer Baustein der neuen Produktionsstrategie des Herstellers – digital, flexible, green.

Weitere Deals sind im Gange, sagte Rynning-Tonnesen Reuters. „Wir arbeiten an mehreren Fällen, die später in diesem Jahr bekannt gegeben werden.“ Ähnlich wie bei den nordischen Wettbewerbern verbesserte sich das operative Ergebnis des Unternehmens im ersten Quartal und profitierte von den hohen Strompreisen, die die geringere Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken ausglichen.

Quelle: The New York Times – Statkraft to Expand Electric Vehicle Charging in Germany and Britain

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

CATL und Rio Tinto prüfen Elektrifizierung im Bergbau

CATL und Rio Tinto prüfen Elektrifizierung im Bergbau

Sebastian Henßler  —  

Rio Tinto und CATL planen eine strategische Partnerschaft für E-Fahrzeuge im Bergbau. Ziel sind weniger CO₂-Emissionen und das Recycling von Batterierohstoffen.

„Enorme Unsicherheit“ beim Geschäftsklima der Autoindustrie

„Enorme Unsicherheit“ beim Geschäftsklima der Autoindustrie

Michael Neißendorfer  —  

Kommt nun wieder ein Aufschwung für die Autoindustrie? Die Vorzeichen stehen gut – wäre da nicht der Krieg in Iran.

China und Europa: Vom Invasions-Mythos zur Integrationslogik

China und Europa: Vom Invasions-Mythos zur Integrationslogik

Sebastian Henßler  —  

Die Debatte über eine „China-Invasion“ auf Europa greift zu kurz. Der Wettbewerb findet im selben System statt – über Restwerte, Finanzierung und Service.

Auf dem Weg zur Elektromobilität bremst vor allem die Verunsicherung

Auf dem Weg zur Elektromobilität bremst vor allem die Verunsicherung

Michael Neißendorfer  —  

Die Elektromobilität steht weniger vor einer technischen als vor einer kommunikativen Herausforderung. Sie hat großes Potenzial – aber auch viele Bremser.

„Made in EU“-Pläne stellen europäische Autobauer vor schwierige Fragen

„Made in EU“-Pläne stellen europäische Autobauer vor schwierige Fragen

Tobias Stahl  —  

Die EU-Kommission plant, Subventionen für Autobauer an Mindestquoten für europäische Komponenten zu koppeln. EU-Länder bewerten das Vorhaben unterschiedlich.

Volkswagen Group meldet 4 Millionen verkaufte E-Autos

Volkswagen Group meldet 4 Millionen verkaufte E-Autos

Tobias Stahl  —  

Die Volkswagen Group hat die Marke von vier Millionen ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeugen geknackt. Die wichtigsten Zahlen im Überblick.

E-Auto-Förderung wird von EU-Vorschlag nicht beeinflusst

E-Auto-Förderung wird von EU-Vorschlag nicht beeinflusst

Michael Neißendorfer  —  

Der Industrial Accelerator Act der EU steht der deutschen Förderung für Elektroautos nicht im Weg, wie das Bundesumweltministerium klarstellt.