Shell eröffnet Megawatt-Charger für Lkw und Schiffe

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Daniel Krenzer
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In Amsterdam hat der in Transformation befindliche ursprüngliche Mineralölkonzern Shell auf dem Energy Transition Campus (ETCA) seinen ersten selbst entwickelten Megawatt-Charger für die Doppelnutzung durch Elektro-Lkw und -Schiffe eingeweiht, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Kapazität der Ladestation insgesamt entspricht etwa dreimal 350 kW, mit denen vor Ort auch E-Lkw laden können, die beispielsweise gerade ein Schiff beladen.

„Wir wollen dazu beitragen, unsere Kunden im Logistiksektor zu dekarbonisieren“, sagt Hilmar van den Dool, General Manager eMobility bei Shell. Und weiter: „Neben unseren Investitionen in Biokraftstoffe und LNG investieren wir auch in die Elektromobilität. Es gibt noch nicht so viele elektrische Lkw und Schiffe, daher investieren wir damit vor dem schnell wachsenden Markt. Es steht im Einklang mit unserem Bestreben, mehr und sauberere Energielösungen anzubieten.“

Melissa Williams, Präsidentin von Shell Marine, fügt hinzu: „Wir glauben, dass diese Lösung für Reedereien hilfreich sein wird, die Logistikunternehmen in der gesamten Lieferkette kontrollieren und betreiben und oft über Einrichtungen verfügen, die sowohl auf der Wasser- als auch auf der Landseite bedient werden. Das Megawatt-Ladegerät bietet auch die Flexibilität, eine Vielzahl von Binnen- und Hafenschiffen wie Lastkähne, Schlepper, Serviceschiffe und Fähren aufzuladen. Ich bin begeistert, wie die Technologie jetzt verfügbar ist und eingesetzt wird.“

Erneuerbarer Strom aus 3600 Solarmodulen

Der Megawatt-Charger ist an das ETCA-eigene Micronetz angeschlossen. Dieses intelligente Stromnetz ermögliche die Integration von Energieversorgung, Energiespeicherung und Energiebedarf, heißt es in der Mitteilung. Das ETCA-Mikronetz umfasst demnach 3600 Solarmodule auf dem Dach, stationäre Batteriespeicher, 119 Ladegeräte für Elektroautos, einen Wasserstoff-Elektrolyseur und andere Forschungsgeräte.

Das Megawatt Charging System (MCS) ist mit zwei separaten Ladearmen ausgestattet. Ein drehbarer Arm ist für Elektroschiffe bestimmt, der andere Arm für schwere Elektro-Lkw und -Busse. „Mit dieser Innovation möchte Shell zu einem universellen Standard beitragen, damit Kunden keine unterschiedlichen Kabel oder Stecker verwenden müssen„, heißt es in der Mitteilung.

Durch die Ausstattung mit einem zweiten Adapter (CCS) an jedem Ladearm kann das Megawatt-Ladegerät am ETCA eine Vielzahl von Schiffen, Fahrzeugen und Batterietypen für schnelles und flexibles Laden aufnehmen. „Obwohl es sich bei dem Megawatt-Ladegerät um eine Demonstrationsanlage handelt, ist es einsatzbereit, und Fahrzeuge und Schiffe mit Megawatt-Ladefähigkeit können es jetzt nach Vereinbarung besuchen“, schreibt Shell.

Quelle: Shell – Pressemitteilung vom 17. Juni 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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