Schweizer Polizei setzt auf Audi e-tron mit dem ein oder anderen Extra

Schweizer Polizei setzt auf Audi e-tron mit dem ein oder anderen Extra
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Audi AG / e-hub

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

E-Autos als Streifenwagen seien für Bayerns Polizei keine Option mehr. Zumindest haben die in einem Pilotprojekt ausgewählten Modelle den eigenen Ansprüchen nicht genügt. Und dennoch machen NiedersachsenLuxemburg und zuletzt Dubai von sich hören, dass sie E-Fahrzeuge in ihrer Polizeiflotte einsetzen, beziehungsweise einsetzen wollen. E-Autos im Polizeidienst können daher durchaus eine Option im Dienst der Polizei sein. Die Kantonspolizei Zürich baut ihre nachhaltige CO2-Strategie ebenfalls aus und nimmt einen Audi e-tron in ihre Patrouillen-Flotte auf.

Im Februar 2020 startet Kantonspolizei Zürich in den praktischen Test mit dem vollelektrischen Verkehrspolizei-Patrouillenfahrzeug. Stand heute seien bereits 13 Prozent der Fahrzeugflotte von 650 Autos mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Rein elektrisch ist mit dem umgebauten Audi e-tron allerdings erst ein Fahrzeug am Start. Entschieden hat sich die Kantonspolizei Zürich hierbei für den großen e-tron 55 quattro.

Beim eingesetzten e-tron handelt es sich nachvollziehbarerweise nicht um ein E-Auto von der Stange. Es wurde speziell für den Polizeieinsatz durch die Firma R-Technik AG im bernischen Unterseen umgerüstet. Die Kosten für den Umbau beliefen sich zwischen 20.000 und 30.000 Franken, wie Geschäftsführer Stefan Riesen zu verstehen gab. Rund 80 bis 100 Stunden reine Arbeitszeit benötige man, um Audis Erstlingsstromer als Polizeifahrzeug auf die Straße zu bringen.

Neben dem rein elektrischen Polizeistromer baut das Team rund um Riesen pro Jahr 200 Fahrzeuge für den Polizeieinsatz um. „Die Kantonspolizei Zürich hat selber auch eine Garage, in der sie viele Umbauten in Eigenregie ausführt. Doch den e-tron 55 durften wir voll ausgestattet abliefern“, so Riesen weiter. Im Dachbalken habe man beispielsweise eine sogenannte Sondersignalanlage montiert. „Diese ist sehr flach und aerodynamisch. Sie verfügt über die neueste LED-Technologie“, so der Geschäftsführer.

Des Weiteren wurde der Polizei-Stromer mit einem Nachfahrmessgerät ausgestattet. Dank des professionellen Umbaus ist es möglich, dass die Bilder der Kamera direkt auf den originalen Auto-Monitor ausgegeben werden. Hinzu kommen ein Funkgerät sowie diverse Materialien für Signalisation, Absperrung, Rettungseinsätze, Fotoarbeiten und den Personenschutz. Im Kofferraum hat die Firma R-Technik AG ein Heckausbau aus Aluminium mit einem Schubladensystem für Material und Waffen untergebracht.

„Die Warnleuchten wie Front-, Seiten- und Spiegelblitzer sind alle in den virtuellen Aussenspiegel verbaut“, sagt Riesen. In der Heckklappe sind zusätzliche Blinker eingebaut. Des Weiteren habe man die Vordersitze mit Kevlar überzogen, im Fonds hat man sich auf angepasste Kunstledersitzbezüge beschränkt. Bald wissen wir hoffentlich mehr, wie sich der umgebaute Audi e-tron im Polizeidienst schlägt. Bei den Tests will die Zürcher Kantonspolizei ermitteln, wie hoch die Betriebskosten sind. Und vor allem die Tauglichkeit für den Polizei-Alltag – auch auf Autobahnen – genau analysieren. Insbesondere die Lebensdauer der Batterien sei von Interesse.

Quelle: e-hub.swiss – Das kann der Polizei-e-tron

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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