Schnellladenetzwerk Ionity auf der Suche nach weiteren Investoren

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IONITY

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass das Schnellladenetzwerk Ionity auf der Suche nach neuen Investoren ist. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, beabsichtigt Ionity eine Minderheitsbeteiligung, um frisches Kapital in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro einzusammeln. Das von den Autoherstellern VW, Audi, Porsche, BMW, Daimler, Ford, Hyundai und Kia gestützte Joint-Venture, das europaweit Ultrahochgeschwindigkeits-Ladestationen aufbaut und betreibt, habe die französische Großbank BNP Paribas damit beauftragt, den Prozess zu unterstützen. Nach Ostern sollen unverbindliche Angebote fällig sein, so Reuters.

Bei den Interessenten soll es sich um Finanzdienstleister und Investmentunternehmen wie Macquarie, EQT, Meridiam, OMERS und IFM handeln. Mit einigen von ihnen seien bereits Vorgespräche geführt worden. Einem Insider zufolge entsprechen die 400 bis 500 Millionen Euro einem Anteil von 20 bis 25 Prozent an Ionity. In einer Erklärung teilte Ionity mit, „in ständigem Dialog mit seinen Joint-Venture-Partnern“ zu stehen und „weitere Investitionsmöglichkeiten für den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur“ zu prüfen. Weitere Aktionäre für das Joint Venture seien „grundsätzlich willkommen.“

BNP wie auch die potenziellen Bieter lehnten Reuters zufolge eine Stellungnahme ab oder standen dafür nicht sofort zur Verfügung. Ionity wurde 2017 gegründet und hatte ursprünglich zum Ziel, bis 2020 europaweit 400 Ladeparks mit jeweils durchschnittlich sechs Ladepunkten aufzubauen, um den Vorsprung von Teslas Schnellladenetzwerk Supercharger zu verringern. Ionity hat aktuell gut 340 Standorte in Betrieb, weitere 39 befinden sich im Bau.

Welche Strategie Ionity nach der ersten Phase des Aufbaus von Schnellladern und den weiteren 400 bis 500 Millionen Euro verfolgt, ist noch unklar. Früheren Gerüchten zufolge plant Ionity, auch Schnelllader in Städten sowie an weniger frequentierten Fernstraßen zu schaffen. Gut möglich, dass wir hierzu schon nach Ostern mehr wissen.

Quelle: Reuters – VW-backed EV charging firm Ionity to sell minority stake

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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