Samsung SDI testet verschiedene 46XX Zellformate für E-Autos

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Der Batteriehersteller Samsung SDI soll verschiedene Versionen auf Basis der 4680-Batteriezellen entwickeln und testen. Inoffiziellen und unbestätigten Quellen von The Elec zufolge handelt es sich um zylindrische Zellen mit einem Durchmesser von jeweils 46 mm, aber verschiedenen Höhen. Neben dem Grundformfaktor von 4680 (46 mm Durchmesser und 80 mm hoch) arbeitet das Unternehmen dem Bericht zufolge auch an einer kürzeren Version mit einer Länge zwischen 40 mm und 60 mm – welche folglich bei 40 mm Länge mit dem Formfaktor 4640 bezeichnet werden würde.

Die Batteriezellen des Formats 4680 entwickelt Samsung SDI für den E-Auto-Hersteller Tesla. Die kürzeren Zellen mit dem gleichen Durchmesser sollen für andere Autohersteller gedacht sein, den ungenannten Quellen zufolge wollen die Koreaner das kürzere Format den Autoherstellern BMW, Volvo und Stellantis anbieten. Die kürzeren Varianten sollen zum einen den Herstellern flexiblere Optionen für das Design von Akku-Modulen und -Packs ermöglichen. Zum anderen will Samsung auf diese Weite ein Produktionsproblem entschärfen: Das Aufrollen von Kathode, Anode und Separatorfolie – der sogenannte Jelly-Roll-Prozess – sei bei den langen und dicken Rundzellen schwierig, auch beim Einfüllen des Elektrolyts sei noch nicht die optimale Lösung gefunden.

Wichtig sei für Samsung, dass der Durchmesser gleich bleibt, wahrscheinlich um die verschiedenen Formate mit nur minimalen Anpasssungen an einer Produktionslinie herstellen zu können. Ein Vorteil des kürzeren Formats soll in einer höheren Energiedichte bei gleichem Bauraum liegen, allerdings bei etwas höherem Gewicht und zu höheren Kosten im Vergleich zum Format 4680.

Tesla stellt im Rahmen einer Pilotproduktion bereits 4680-Batteriezellen im seiner eigenen Batteriefabrik in den USA her, auch in Grünheide bei Berlin sollen die Zellen produziert werden. Auch Teslas langjähriger Batteriepartner Panasonic hat die Entwicklung dieser Zellen bereits gestartet, ebenso wie LG Energy Solutions.

In welchem Entwicklungsstadium sich das neue Rundzellen-Format befindet und wann es in Serienproduktion gehen könnte, geht aus dem Bericht nicht hervor. Zumal auch noch fraglich ist, ob von Seiten der Autohersteller überhaupt Interesse besteht, es in ihren Elektroautos auch zu verbauen.

Quelle: TheElec – Samsung SDI testing various 4680 batteries for Tesla

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Ben:

Man ist doch von FUDavid nix anderes gewohnt.

Brösel:

… komisch dass die 3 Großen Batteriehersteller an [Rundzellen] arbeiten …

dachte das ist das denkbar schlechteste Format laut David ;-)

Dass z.B. Autos mit 1865-Rundzellen UNMÖGLICH sein sollen, haben früher Kleingeister auch schon behauptet – also nix Neues …

neumes:

den ungenannten Quellen zufolge wollen die Koreaner das kürzere Format den Autoherstellern BMW, Volvo und Stellantis anbieten

Auch Teslas langjähriger Batteriepartner Panasonic hat die Entwicklung dieser Zellen bereits gestartet, ebenso wie LG Energy Solutions

komisch dass die 3 Großen Batteriehersteller an sowas arbeiten ….
dachte das ist das denkbar schlechteste Format laut David ;-)

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