RWTH Aachen entwickelt mit Farasis CTP-Batterie mit geringerem Prüfaufwand

RWTH Aachen entwickelt mit Farasis CTP-Batterie mit geringerem Prüfaufwand
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Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Was CATL kann, kann Farasis auch: der amerikanische Batteriehersteller forscht gemeinsam mit der RWTH Aachen und Ford an der Entwicklung von strukturellen Batteriesystemen. Das sind jene sogenannten „Cell-to-Pack“-Systeme (CTP), bei der die Batterie als Teil der Karosserie fungiert und die signifikante Effizienzsteigerungen ermöglichen sollen. Kürzlich wurde ein vom Bund auf drei Jahre gefördertes Projekt gestartet („PEAk-Bat“), das vor allem die virtuelle Absicherung der Batteriesysteme im Fokus hat.

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL hat gerade eben bereits die dritte Generation seiner CTP-Batterien vorgestellt, Tesla baut die vorherige Generation bereits im Model Y ein. Die amerikanischen Kollegen Farasis, die selbst viel Geld in die Forschung und Entwicklung nicht nur der Batterien, sondern auch des Recyclings von Kathodenmaterial stecken, ziehen nun nach. Im Rahmen des PEAk-Bat-Projekts gemeinsam mit dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) der RWTH Aachen will man einen eigenen Demonstrator bauen, der durch die Reduktion der Komplexität und der Bauteile-Anzahl bis zu 20 Prozent mehr Effizienz gegenüber herkömmlichen Batteriesystemen aufweisen soll.

Darüber hinaus steht aber noch etwas anderes im Fokus des Projektes: es soll eine neue Methodik der Bewertung der Prüfnotwendigkeit bei Änderungen an Batterien entwickelt werden. Die Prüfverfahren sind aufwändig und kostspielig. Können diese Prüfaufwände verringert werden, wird die Batterie insgesamt günstiger. „Durch die frühzeitige Absicherung mit Hilfe künstlicher Intelligenz lassen sich für die nachfolgenden Produktionsschritte entscheidende Fehler reduzieren und Prototypenkosten senken„, erläutert Konstantin Sasse, Projektverantwortlicher des Lehrstuhls PEM an der RWTH Aachen. Möglich gemacht werde dies durch die Einsparung von Testzeiten, was insbesondere eine frühere Markteinführung bringen soll. Damit will Farasis auch gegenüber CATL oder anderen Batterieherstellern konkurrenzfähiger sein.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt das bis zum April 2025 laufende Projekt. Weitere Partner des Projektes sind – neben Farasis, RWTH Aachen und Ford – die Trumpf SE + Co. KG (ein deutscher Werkzeugbauer), die TÜV Rheinland Automotive Componenten Testing GmbH, die SCIO Technology GmbH (ein deutscher Batterieentwickler) sowie die ACTS Advanced Car Technology Systems GmbH, die sich mit dem Engineering und Testing beschäftigt.

Quelle: electrive.net – PEAk-Bat: RWTH Aachen forscht an strukturellen Batteriesystemen

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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