Mahle entwickelt magnetfreien E-Auto-Motor ohne seltene Erden

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Mahle

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Automobilzulieferer Mahle entwickelt derzeit einen neuartigen magnetfreien E-Motor, der ohne seltene Erden auskommt. Das mache die Herstellung nicht nur umweltverträglicher, sondern bringt auch Vorteile bei Kosten und Rohstoffsicherheit. Zentrales Merkmal des neuen Motors ist die induktive und damit kontaktlose Leistungsübertragung – durch sie arbeite der Motor verschleißfrei und speziell bei hohen Drehzahlen besonders effizient, wie der Hersteller mitteilt. Der Wirkungsgrad soll, in den meist genutzten Fahrzuständen des Antriebssystems, mehr als 95 Prozent betragen – ein Wert, wie ihn Mahle zufolge bislang nur Formel E-Rennsportwagen erreichen. Mahle will es damit gelungen sein, die Stärken verschiedener E-Motoren-Konzepte in einem Produkt zu vereinen. Die Neuentwicklung sei einfach skalierbar und könne daher vom Klein- bis hin zum Nutzfahrzeug eingesetzt werden.

„Mit unserem neuen E-Motor werden wir unserer Verantwortung als nachhaltig agierendes Unternehmen gerecht. Der Verzicht auf Magnete und damit den Einsatz von seltenen Erden bietet neben geopolitischen Vorteilen auch mit Blick auf den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Ressourcen großes Potenzial.“ –  Michael Frick, CFO und Vorsitzender der Mahle Konzern-Geschäftsführung (ad interim)

Der neue Traktionsmotor von Mahle soll besonders effizient sein, und das in nahezu allen Betriebspunkten. Besonders in den Bereichen, in denen Fahrzeuge im realen Straßenverkehr meistens betrieben werden, könne der neue Traktionsmotor seine Wirkungsgradvorteile voll ausspielen. Der neue E-Motor zeichne sich darüber hinaus durch eine hohe Haltbarkeit aus, denn die notwendige Übertragung der elektrischen Ströme zwischen den rotierenden und stehenden Teilen im Inneren des Motors erfolgt kontaktlos und somit verschleißfrei. Deshalb soll der Motor wartungsfrei und für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet sein.

Bei der Entwicklung setzt Mahle ein innovatives Simulationsverfahren ein, bei dem verschiedene Auslegungen des Motors entlang verschiedener Parameter variiert werden, bis ein Optimum erreicht wird. Gegenüber herkömmlichen Verfahren sei dieser Ansatz deutlich schneller und kostengünstiger. So will Mahle dazu beitragen, die notwendigen technischen Voraussetzungen rasch zu schaffen, um die E-Mobilität flächendeckend und nachhaltig voranzubringen.

Quelle: Mahle – Pressemitteilung vom 05.05.2021

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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