83 Prozent der Logistiker in Europa wollen auf alternative Antriebe umstellen

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Michael Neißendorfer
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Laut einer neuen Studie von AddSecure wollen 83 Prozent der Transportunternehmen in Europa ihren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge (EV) oder alternative Kraftstoffe umstellen. Oder beides zugleich. Die wichtigsten Treiber für den Übergang zu einer nachhaltigeren Flotte seien die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen und die Anforderungen der Kunden. Die Studie hat jedoch auch vier zentrale Herausforderungen identifiziert, mit denen diese Unternehmen bei der Umstellung konfrontiert sind: Reichweitenangst, fehlende Ladestationen, das Gewicht der Batterien und hohe Kosten für E-Fahrzeuge. Herausforderungen, die mit intelligenter Technologie überwunden werden können.

Die europaweite Umfrage von AddSecure zeigt, dass jedes vierte Transportunternehmen (26 Prozent) die Nachhaltigkeit als Hauptfaktor für die Umstellung auf eine klimafreundlichere Flotte betrachtet. Mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) gab an, dass die Anforderungen der Kunden der Hauptgrund für die Umstellung sind. „Diese Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit größerer Investitionen in Technologie und Infrastruktur, um den Übergang zu nachhaltigen Flotten in Europa zu unterstützen, und zwar sowohl im Hinblick auf die Anforderungen der Transportunternehmen als auch darauf, dass diese in der Lage sind, die Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen“, sagt Claes Ödman, Präsident Smart Transport bei AddSecure. „Ohne solche Investitionen werden die Transportunternehmen Schwierigkeiten haben, diese Herausforderungen zu bewältigen und die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen zu befriedigen.

Reichweite und Ladeinfrastruktur sorgen für Bedenken

Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der europäischen Transportunternehmen gaben an, dass die Sorge um die begrenzte Reichweite eines Fahrzeugs (Reichweitenangst) eine große Herausforderung darstellt. Der Mangel an Ladestationen entlang der Routen wird von gut zwei Dritteln (65 Prozent) als Problem genannt, während sowohl das hohe Gewicht der Batterien als auch die hohen Kosten von E-Fahrzeugen von der Mehrheit (50 Prozent) als Herausforderung genannt wurden. Die Umfrage wurde zwischen Oktober und November 2022 durchgeführt, umfasste 17 Fragen und wurde Kunden in zehn Ländern vorgelegt. Insgesamt nahmen etwa 300 Kunden teil.

Wir bei AddSecure verstehen die Herausforderungen, mit denen Transportunternehmen bei der Umstellung auf nachhaltige Flotten konfrontiert sind“, sagt Ulrika Allén, VP Products and Technology, Smart Transport bei AddSecure. Deshalb engagiere sich das Unternehmen für die Bereitstellung innovativer, intelligenter Lösungen, die dabei helfen sollen, „diese Herausforderungen zu bewältigen und den Umstieg auf Elektrofahrzeuge und Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen für eine nachhaltigere Zukunft zu unterstützen“, so Allén.

Quelle: AddSecure – Pressemitteilung vom 24.01.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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