Hopper: Eine andere Art Hybrid, der bis zu 100 Prozent CO2-Emissionen eines Autos einspart

Hopper: Eine andere Art Hybrid, der bis zu 100 Prozent CO2-Emissionen eines Autos einspart
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Hopper mobility

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Das Future Mobility Concept des Fahrradherstellers Canyon soll eine revolutionäre Alternative zu Auto und Fahrrad sein und wurde Mitte September von uns vorgestellt. Schon damals gab unser Autor Michael zu verstehen: „Der Ansatz ist nicht neu, ähnliche Konzepte gibt es bereits mehrere.“ Nun stellt dies Hopper mobility unter Beweis, welche ebenfalls eine Art Hybrid aus E-Bike und Auto auf die Straße bringen wollen. Dabei vereint der Hopper die Kombination aus Tretantrieb und E-Motor und soll dadurch massiv CO2-Emissionen einsparen. Die Rede ist von Einsparungen zwischen 97 und 100 Prozent der CO2-Emissionen, die ein Auto verursachen würde.

Zudem sei es so, dass der Kilometerpreis bei höchstens 10 Prozent der Kosten eines Kleinwagens liegt, so das Start-Up aus Augsburg. Trotz Fahrradeinflüssen wird es möglich sein mit dem Hopper auch bei widrigen Bedingungen unterwegs zu sein. Denn der Hopper kommt mit Überdachung und zwei Fronträder daher, dadurch bleiben die Insassen trocken und das E-Gefährt auf seiner Spur. Neben dem/der Fahrenden können auf der Rückbank eine weitere Person (oder zwei Kinder) sitzen. Zudem bietet ein Kofferraum Platz für Gepäck (70 Liter, bei verschobener Rückbank sogar 220 Liter).

Für den Hopper benötigt man keinen Führerschein, da das Fahrzeug als Fahrrad zugelassen ist. Sprich, er darf überall dort gefahren werden, wo auch Fahrräder fahren dürfen. Also auf Radwegen wie auch auf Straßen. Der Unterschied zu klassischen Lastenfahrrädern liegt vor allem im Komfort: Der Hopper verfügt über bequeme Sitze, gesteuert wird mit einem Lenkrad. Mit einem Wendekreis von unter zwei Metern kommt er – anders als viele Lastenräder – auch um die engsten Kurven.

Die maximal Geschwindigkeit wird mit bis zu 25 km/h angegeben. Die rein elektrische Reichweite mit mindestens 60 Kilometer. Durch Einsatz eines zweiten Akkus – Steckplatz vorhanden – kann diese verdoppelt werden. Beim Laden des E-Fahrzeugs wird man vor keine Herausforderungen gestellt, denn die Batterien können an jeder Steckdose aufgeladen werden. Mit der erweiterten Version, die ein Solarpanel auf dem Dach haben wird, ist der Hopper einen Großteil des Jahres autark.

Aktuell befindet sich der finale Prototyp in Konstruktion, Vormerkungen können bereits heute getätigt werden. Der Preis wird deutlich unter denen eines günstigsten E-Autos liegen. Nach momentanem Stand ist eine öffentliche Förderung des Kaufes möglich. Wir werden den Hopper weiterhin im Auge behalten und berichten.

Quelle: hopper-mobility.com – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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