General Motors verkündet Investition in Lithium für 1 Million Elektroautos

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Daniel Krenzer
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Der große us-amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM), zu dem unter anderem die Marken Chevrolet und Cadillac gehören, hat 650 Millionen US-Dollar (knapp 600 Millionen Euro) in Lithium Americas investiert. Dies vermeldet GM in einer Pressemitteilung. Damit können sie für ihre Fahrzeugbatterien zukünftig Lithium aus der Mine Thacker Pass in Nevada nutzen, der größten der USA und drittgrößten weltweit. Bis zu eine Million elektrisch betriebener Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien könnten mithilfe des Alkalimetalls gebaut werden, schätzt GM unter Berufung auf Lithium Americas.

Auf die noch nicht in Betrieb befindliche Mine habe sich GM damit alleiniges Zugriffsrecht gesichert. Frühestens ab Mitte 2026 soll voraussichtlich erstmals Lithiumkarbonat an die Produzenten der GM-Batterien geliefert werden. Der Automobilkonzern strebe mit diesem Geschäft an, sich unabhängiger von internationalen Handelsketten zu machen sowie Arbeitsplätze im eigenen Land zu sichern.

„GM hat sich das gesamte Batteriematerial gesichert, das wir für den Bau von jährlich mehr als 1 Million Elektrofahrzeugen in Nordamerika im Jahr 2025 benötigen, und unsere zukünftige Produktion wird zunehmend aus einheimischen Ressourcen wie dem Standort in Nevada schöpfen, den wir mit Lithium Americas entwickeln“ – Mary Barra, CEO General Motors

Mit wie großen Akkus gerechnet wurde, um auf eine Million Fahrzeuge zu kommen, bleibt in der Mitteilung offen. Allerdings hatte GM bereits angekündigt, den elektrischen Hummer mit einem gigantischen Akku mit knapp 213 kWh Kapazität bauen zu wollen. Sowohl mit dem Hummer als auch mit Cadillac will GM zukünftig wohl auch wieder verstärkt auf dem deutschen Automarkt vertreten sein.

Zu hundert Prozent sicher ist das Geschäft allerdings noch nicht. Die in zwei Tranchen vorgesehenen Zahlungen sind an Bedingungen an die Minenbetreiber geknüpft und werden bis zur Erfüllung selbiger treuhänderisch verwaltet. Unter anderen müsse Lithium Americas noch ausreichend Gelder für die Entwicklung der Mine einsammeln. GM hofft aber laut Mitteilung darauf, dass diese Bedingungen spätestens bis zum Ende dieses Jahres erfüllt sind.

Neuigkeiten gibt es auch bei der Zusammenarbeit von GM mit dem deutschen Unternehmen Vacuumschmelze (VAC) mit Sitz im hessischen Hanau. „VAC hat heute eine verbindliche, langfristige Liefervereinbarung mit GM für die Produktion von Selten-Erd-Dauermagneten in Nordamerika bekannt gegeben – ein weiterer wichtiger Schritt beim Aufbau einer starken, nachhaltigen und skalierbaren Lieferkette für Elektrofahrzeuge“, schreibt das Unternehmen am 30. Januar 2023 in einer Pressemitteilung.

Das Unternehmen errichte derzeit eine nordamerikanische Produktionsstätte für Dauermagnete, die GM für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren unterstützen soll. Die fertigen Magnete würden an nordamerikanische Produktionsstätten geliefert, die Elektromotoren für GM herstellen.

Quelle: GM – Pressemitteilung / VAC – Pressemitteilung

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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