Fusion von Sayona und Piedmont in der Lithium-Branche

Fusion von Sayona und Piedmont in der Lithium-Branche
Copyright:

shutterstock / 2210692941 | Symbolbild

Maria Glaser
Maria Glaser
  —  Lesedauer 2 min

Das australische Unternehmen Sayona Mining wird nach Angaben von Reuters das US-amerikanische Unternehmen Piedmont Lithium kaufen und fortan als deren Muttergesellschaft auftreten. Mit der Fusion solle Piedmont für Sayona den nordamerikanischen Markt stärken.

Um das Unternehmen Piedmont zu erwerben, zahlte Sayona einen Aufschlag von 6 Prozent zum Schlusskurs der Aktien. Damit ist die Fusion beschlossen. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen einen geschätzten Marktwert von umgerechnet knapp 590 Millionen Euro. Die Anteile beider Aktionäre am Bergwerk seien ungefähr gleich. Sayona freue sich, so der CEO des Unternehmens, Lucas Dow, über die Möglichkeiten, die diese Fusion biete, um eigene Wachstumspläne zu beschleunigen und die strategische Flexibilität zu erhöhen.

Gemeinsam haben die beiden Unternehmen Sayona und Piedmont bereits ein Joint Venture im kanadischen Quebec. Unter dem Namen North American Lithium wird dort eine Jahresproduktion von 226.000 Tonnen Spodumenkonzentrat angestrebt. Dieses lithiumhaltige Mineral kann entweder als Rohstoff oder als Schmuck verwendet werden. Das Unternehmen North American Lithium hat im dritten Quartal jedoch Verluste erwirtschaftet.

Schwierigkeiten in der Branche

Der Markt für Lithium sehe sich derzeit, so Reuters, mit einem zu schnell wachsenden Angebot konfrontiert, was über den Nachfrageprognosen liegt. Das liege vor allem daran, dass die Einführung von Elektroautos langsamer als erwartet erfolgt. Lithium ist in Elektroautos vor allem in Lithium-Ionen-Akkus enthalten.

Eine Fusionierung mit vereinfachten Strukturen mache es für Sayona und Piedmont daher leichter, Unterstützungen von Staat oder Kundschaft anzunehmen, so Reuters. Zur Kundschaft von Piedmont gehöre unter anderem das südkoreanische Unternehmen LG Chem. Außerdem entwickelt das Unternehmen ein Projekt in North Carolina und arbeitet mit der in Australien notierten Atlantic Lithium in Ghana. Sayona verfügt zudem über Lithiumvorkommen in Westaustralien.

Quelle: Reuters – Sayona Mining, Piedmont agree to create $623 million lithium miner

worthy pixel img
Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Rohstoffe

CATL und Rio Tinto prüfen Elektrifizierung im Bergbau

CATL und Rio Tinto prüfen Elektrifizierung im Bergbau

Sebastian Henßler  —  

Rio Tinto und CATL planen eine strategische Partnerschaft für E-Fahrzeuge im Bergbau. Ziel sind weniger CO₂-Emissionen und das Recycling von Batterierohstoffen.

Europas Batterieproblem: Warum Lithium nicht der Engpass ist

Europas Batterieproblem: Warum Lithium nicht der Engpass ist

Sebastian Henßler  —  

Lithium gilt als Engpass der Energiewende. Das eigentliche Problem liegt aber woanders: Warum Europa ohne Zellfertigung strategisch ins Leere läuft.

Lithium-Abbauprojekt in Finnland – Europas Rohstoff-Hoffnung?

Lithium-Abbauprojekt in Finnland – Europas Rohstoff-Hoffnung?

Maria Glaser  —  

Vor kurzem hat das Bergbauunternehmen Keliber in Finnland mit dem Lithiumabbau begonnen. Es ist das erste Projekt in Europa dieser Art.

Rio Tinto übernimmt Mehrheit an Nemaska Lithium

Rio Tinto übernimmt Mehrheit an Nemaska Lithium

Maria Glaser  —  

Das anglo-australische Bergbauunternehmen hat nun mit 53,9 Prozent die Mehrheitsbeteiligung an dem kanadischen Unternehmen Nemaska Lithium.

Albemarle stoppt Lithium-Hydroxid Produktion in Kemerton

Albemarle stoppt Lithium-Hydroxid Produktion in Kemerton

Sebastian Henßler  —  

Albemarle legt die Produktion im Lithiumhydroxid Werk Kemerton still. Damit steht der Standort in Westaustralien nun komplett auf „Pflege und Wartung“.

EU-Battery-Booster: 1,5 Milliarden Förderung liegen auf Eis

EU-Battery-Booster: 1,5 Milliarden Förderung liegen auf Eis

Sebastian Henßler  —  

1,5 Milliarden Euro für Europas Zellindustrie sind angekündigt. Doch der Battery Booster der EU lässt die Hersteller bislang auf Geld warten.

Technologiefehler kosteten Europas Batterieindustrie Jahre

Technologiefehler kosteten Europas Batterieindustrie Jahre

Sebastian Henßler  —  

Europa setzte auf NMC, China auf LFP. Die Folgen dieser Entscheidung prägen heute Kosten, Know-how und Machtverhältnisse im Batteriemarkt.