FH Münster: Neue Ideen für alte Akkus

FH Münster: Neue Ideen für alte Akkus
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 221553178

Wolfgang Plank
Wolfgang Plank
  —  Lesedauer 2 min

Solange Strom fließt, ist beim Elektroauto meist alles bestens. Und dafür, dass das auf Dauer gut funktioniert, stehen die Hersteller mittlerweile sehr lange gerade. Für 70 Prozent der ursprünglichen Batterie-Kapazität sind acht Jahre Garantie (bis maximal 160.000 Kilometer) durchaus üblich. Irgendwann aber ist auch der beste Akku-Pack am Ende. Was dann mit den wertvollen Rohstoffen passieren soll – dafür wird weltweit nach klugen Ideen geforscht.

Die Fachhochschule Münster ist aktuell gleich an drei Projekten zum Recycling von Batterien beteiligt. Darunter an einer vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Studie namens „Demonstrationszentrum Batterie-Recycling“, in deren Zuge die FH mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ein Konzept für ein Recycling-Zentrum entwickelt hat.

Das Zentrum ist nach eigenen Angaben auf vorindustrielle Forschung ausgerichtet und vereint alle Schritte, die für ein umfassendes Recycling von ausgedienten Lithium-Ionen-Batterien notwendig sind. „Es dient somit als Bindeglied zwischen Entwicklung und Unternehmen“, sagt Professorin Sabine Flamme, Chefin des Instituts für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt (IWARU) an der FH. Aus den Recycling-Erfahrungen gebe es wiederum wichtige Impulse für die Entwicklung neuer Batterie-Typen.

Der kluge Umgang mit ausgedienten Akkus ist auch Ziel zweier weiterer Vorhaben, an denen das IWARU beteiligt ist. Beim Projekt „DemoSens“ wird die Digitalisierung und Automatisierung bei der Demontage von Batteriepacks weiterentwickelt. Roboter sollen dabei mit Hilfe von Sensoren zur Materialerkennung und verschiedene Trennverfahren bis in die Zellen vordringen. Bislang geschieht eine solche Bearbeitung nur höchst oberflächlich.

Das Projekt „AURRELIA“ wiederum konzentriert sich auf die Optimierung des Recycling-Prozesses. Eine Zerkleinerung in nasser Umgebung soll dabei künftig die bisher übliche thermische  Vorbehandlung ersetzen, heißt es bei der FH Münster. Im Vordergrund steht eine möglichst umfassende Rückgewinnung der Batterie-Bauteile und des Leichtmetalls Lithium.

Quelle: electrive.net – FH Münster baut Know-how für Batterie-Recycling auf

worthy pixel img
Wolfgang Plank

Wolfgang Plank

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Diese 7 großen E-Autos sind aktuell besonders günstig

Diese 7 großen E-Autos sind aktuell besonders günstig

Daniel Krenzer  —  

Etwa fünf Meter lange Elektroautos sind lange nicht mehr so unerschwinglich, wie sie es vor wenigen Jahren noch waren.

E-Autos: Wer lädt, snackt, kauft ein oder chillt nebenbei

E-Autos: Wer lädt, snackt, kauft ein oder chillt nebenbei

Michael Neißendorfer  —  

Elektroautos sind lokal emissionsfrei und gut fürs Klima – aber begünstigen sie womöglich ungesunde Ernährung? Das legen zumindest Daten einer Befragung nahe.

ÖPNV-Reallabor: Fraunhofer IAO erprobt autonomen Shuttlebus

ÖPNV-Reallabor: Fraunhofer IAO erprobt autonomen Shuttlebus

Tobias Stahl  —  

Das Fraunhofer IAO will den Pendelverkehr der rund 2000 Beschäftigten nachhaltiger gestalten. Dazu erproben die Forschenden nun einen autonomen Shuttle.

Formel E: Sophia Flörsch bringt neuen Opel GSE 27FE ans Limit

Formel E: Sophia Flörsch bringt neuen Opel GSE 27FE ans Limit

Daniel Krenzer  —  

Die 25-Jährige bringt den neuen Opel GSE 27FE erstmals ans Limit. Der GEN4-Prototyp zeigt, wohin sich die Formel E technisch entwickelt.

Nissan NX8: Was Europa von dem Topmodell erwarten kann

Nissan NX8: Was Europa von dem Topmodell erwarten kann

Stefan Grundhoff  —  

Mit dem neuen NX8 zeigt Nissan in China nun, wie ein modernes Elektro-Aushängeschild aussehen kann. Wir sind den 4,87 Meter langen Oberklasse-SUV gefahren.

Günstige E-Autos? Es gibt sie, aber…

Günstige E-Autos? Es gibt sie, aber…

Stefan Grundhoff  —  

VW ID. Polo, Renault 5 oder Hyundai Inster: Die Preise der neuen E-Kleinwagen sinken zwar, doch für viele Interessent:innen sind sie weiterhin viel zu hoch.

E-Auto-Prämie: Deutschland könnte von Norwegen lernen

E-Auto-Prämie: Deutschland könnte von Norwegen lernen

Tobias Stahl  —  

Kaufprämien allein bringen den E-Auto-Markt kaum voran, warnt eine aktuelle Studie – und empfiehlt strukturelle Anreize nach norwegischem Vorbild.