Endesa X peilt über 108.000 Ladestationen in den nächsten fünf Jahren in Spanien an

Endesa X peilt über 108.000 Ladestationen in den nächsten fünf Jahren in Spanien an
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Sebastian Henßler
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Ende vergangener Woche kündigte das spanische Unternehmen Endesa an, über 108.000 öffentliche und private Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Spanien zu installieren. Geschehen soll dies innerhalb der nächsten fünf Jahren. Hierfür hat Endesa mit Endesa X einen neuen Geschäftsbereich ins Leben gerufen, der Dienstleistungen mit Mehrwert und innovative technologische Lösungen im Energiebereich anbietet. Geplant ist die Installation der Ladestationen in zwei Phasen.

„Die Elektromobilität ist eine strategische Säule für Endesa, da sie eine grundlegende Rolle bei der Entwicklung zu einem völlig kohlenstofffreien Energiesystem bis 2050 spielt. Dieses Ziel wird nämlich von allen Ländern, die das Pariser COP 21-Abkommen unterzeichnet haben, sowie von einer großen Zahl verschiedener sozialer und wirtschaftlicher Akteure auf nationaler und internationaler Ebene geteilt.“ – José Boags, Geschäftsführer Endesa

Basisarbeit mit 8.500 Stationen an strategischen Punkten

Von 2019 bis 2020 wird Endesa X ein Netz von 2.000 Ladestationen aufbauen, dass die wichtigsten Städte (mit über 35.000 Einwohnern) und Strecken mit einer Gesamtlänge von 15.000 Kilometern an Hauptverkehrsstraßen und Stadtgebieten verbindet. Hierdurch wird nach Aussage des Unternehmens gewährleistet, dass 75% der spanischen Bevölkerung Zugang zu öffentlichen Ladestationen in ihrem Gebiet haben. Das bedeutet, dass die Fahrer immer eine Ladestation im Umkreis von 100 Kilometern um ihren Standort haben, egal wo sie sich befinden.

In der zweiten Phase, von 2021 bis 2023 wird Endesa X mehr als 6.500 neue öffentliche Ladestationen (in Einkaufszentren, Parkhäusern, Hotelketten, Dienstleistungsbereichen und auf öffentlichen Straßen usw.) installieren, um mit dem Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge Schritt zu halten und gleichzeitig eine bessere Verteilung der Einrichtungen in städtischen Gebieten und der wichtigsten strategischen Kommunikationspunkte auch auf den Inseln zu gewährleisten.

Der Strom, der an über 8.500 öffentliche Ladestationen geliefert wird, wird zu 100 % aus zertifizierter erneuerbarer Energie stammen und damit garantieren, dass die Energie aus sauberen Quellen stammt.

Aufbau von 100.000 Ladestationen an privaten Wohn- und Firmenparkplätzen

Der weit größerer Teil an Ladestationen soll an privaten Wohn- und Firmenparkplätzen entstehen. Im Laufe der nächsten fünf Jahre peilt Endesa X über 100.000 Ladestationen an. Dieser Prozess wird mit der Einführung neuer Elektrofahrzeugmodelle einhergehen, von denen die meisten angesichts der Fortschritte der Hersteller eine Batterielebensdauer von 400 Kilometern haben werden.

Der Plan von Endesa X zielt darauf ab, die unterschiedlichen Bedürfnisse der eigenen Kunden zu erfüllen, indem verschiedene Technologien installiert werden, die es ermöglichen, die Fahrzeugbatterie mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und in einer Vielzahl von sehr unterschiedlichen Einstellungen zu laden. Der Plan sieht eine Ladung mit 3,7 kW (langsam), 22 kW Schnellladestationen, 50 kW Schnellladestationen und ultraschnelle Ladestationen mit über 150 kW vor.

Alle im Rahmen des Plans bereitgestellten Einrichtungen werden an die globale digitale Plattform Enel X angeschlossen, was die Interoperabilität und Fernsteuerung der Ladestationen erleichtern wird. Endesa X strebt ein einwandfreies Ladeerlebnis über die mobile App X-Recharge an, die ihren Nutzern einen vollständigen Zugriff auf Informationen über den Status der Ladestation ermöglicht und es ihnen ermöglicht, ihre Ladesitzungen zu verwalten.

Quelle: Endesa – Pressemitteilung vom 16. November 2018

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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