Designwerk: E-LKW mit Überlänge und 900 kWh-Akku

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die Designwerk Gruppe richtet sich bereits sei 12 Jahren auf die E-Mobilität im Nutzfahrzeugbereich aus. In diesem Zusammenhang ist es dem Unternehmen bereits gelungen die Entwicklung und Produktion von elektrischen Lastwagen, mobilen Schnellladegeräten und modularen Batteriesystemen voranzutreiben. Künftig wird es dem Unternehmen möglich sein die Akku-Kapazität der eigenen E-Nutzfahrzeuge deutlich zu steigern. Von derzeit 680 kWh auf bis zu 900 kWh.

Stand heute sind unter der Nutzfahrzeugmarke Futuricum bisher rund 70 Elektrolastwagen in der Schweiz und im nahen Ausland mit einer Batteriekapazität von bis zu 680 Kilowattstunden (kWh) unterwegs. Für die meisten Anwendungen sind die Reichweiten, welche damit möglich sind, völlig ausreichend. Jedoch wurden Kundenwünsche laut, dass die Reichweite durchaus ein wenig größer sein darf. Um dies zu erreichen muss natürlich gleichzeitig die Kapazität der verbauten Akkus steigen. Beziehungsweise mehr Lithium-Ionen-Akkus verbaut werden. Der Platz hierfür ist jedoch bei den regulären Achsabständen ausgeschöpft.

Designwerk

Aus diesem Grund hat das Unternehmen einen Antrag beim Schweizer Bundesamt für Strassen ASTRA eingereicht. Dabei ging es namentlich um eine Ausnahmeverfügung zum Bau und Einsatz von zwei Futuricum Fahrzeugmodellen mit Überlänge. Deren Bewilligung liegt nun vor. Hierdurch wird es möglich „die Batteriepacks sowohl zwischen den Achsen wie auch hinter der Fahrerkabine zu platzieren, was einer Zusatzlänge von einem Meter bedarf“, wie CEO Adrian Melliger kommentiert. „Mit diesem zusätzlichen Meter können wir bis zu 900 kWh Batteriekapazität verbauen und eine konkurrenzfähige Reichweite auch im Logistikbereich erzielen“, so Melliger abschließend.

Die Produktion der 900 kWh Sattelzugmaschinen in den Futuricum Werkshallen in Winterthur ist angelaufen. Denn nicht nur das Familienunternehmen Galliker Transport AG, sondern auch das Westschweizer Unternehmen Friderici Services haben bereits einen 900 kWh Truck bestellt. Beide E-LKW werden noch in diesem Jahr auf den Schweizer Strassen zum Einsatz kommen. Zudem erhoffe sich das Unternehmen auch Signalwirkungen im Logistikbereich über die Landesgrenzen zu setzen.

Quelle: Designwerk – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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fra p.:

Es gibt mehere gründe für ein standartfahrgestell. Das wichtigste ist wenn man die gleichen montage punkte vom motor verwendet braucht es keine fahrzeugabnahme (ist audwendig und sehr teuer).
Grossteil der zusätze für das fahrgestell können verwendet werden. Keine komplette neue schulung für das service personal.

Daniel W.:

Bei E-Lkws kann man nicht einfach ein Lkw-Standardfahrgestell verwenden, wenn daraus ein konkurrenzfähiger E-Lkw werden soll, deshalb müssen sowohl H2- als auch die rein elektrische Lkws ein spezielles Leichtbaufahrgestell verwenden.

Hyundai hat bei seinem H2-Lkw für die Schweiz aufwändigen Leichtbau eingesetzt und die H2-Tanks hinter der Führerkabine platziert – wie auf dem Bild oben.

Silverbeard:

Stimmt, ich habe mich wohl an die kleinere Reichweite (300ml = 480km) erinnert.

Aus diesem Artikel geht hervor, das Tesla zur Zeit mit etwa 1,66kWh pro Meile rechnet. Das bedeutet für die 500 Meilen Version (800km) des Semi würden 830kWh benötigt. Das entspricht etwa 105kWh/100km.
Mit den neuen, teslaeigenen Zellen hält Musk 1000km Reichweite (~1.000kWh) für möglich. Das kommt dann wohl durch das bessere Kapazitätsgewicht.

letzter Absatz:
https://teslamag.de/news/weiterer-semi-prototyp-entdeckt-tesla-chef-erstmals-konkrete-akku-groesse-34148

edit: wir werden es vielleicht bis Ende diesen Jahres wissen, wenn die Produktionspläne Teslas aufgehen.

Silverbeard:

Hier kann man mal sehen wie LKWs laden. Dieser Volvo mit 200kWh Batterie läd bei 77% Akkuladung immer noch mit 150kW und hatte zwischenzeitlich eien Ladeleistung von 250kW.
So kann man 900kWh schnell füllen.

https://www.youtube.com/watch?v=Ovq4Tniknd4

Strauss:

Nur sieht man keine Tesla Semi Truck. Du schwindelst, jetzt hast Du s schwarz auf weiss, dass die E Lkw s mit Batterien länger sein müssen um keinen Laderaum und Gewichtsverluste einzubüssen.
Auch Tesla kann weder mit einem leichten Kunstoffschassis das Gewicht wegleugnen,
noch den Platzverlust durch die Batterie, wo der H2 Antrieb auch da besser ist, nicht nur beim Schnellen Tanken.

Anonymous:

Das ist leider keine seriöse Quelle sondern eine Pressemitteilung einer Firma, die hier versucht die davonschwimmenden Felle (€€€) zu retten!

Art:

Das ist der thermische theoretische Wirkungsgrad. Das hat aber nichts mit der Realität zu tun.

Daniel W.:

Tesla geht beim Semi Truck von etwa 125 kWh pro 100 km aus, d.h. 1.000 kWh netto für 800 km.

Für Tesla muss man nicht schwindeln – also bei der Wahrheit bleiben.

Daniel W.:

Bei Diesel nützen auch 50% und mehr nichts, denn das viele Co2 und die anderen Schadstoffen sollen ja nicht mehr in die Umwelt gelangen.

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