Chinas Neo Park – ein wahres Wunderland für E-Auto Start-Ups

Chinas Neo Park – ein wahres Wunderland für E-Auto Start-Ups
Copyright:

Neo Park

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Chinas Fokus auf Alternative Antriebe nimmt stetig Fahrt auf. Dies zeigt sich am Neo Park, welcher als riesiger Industriepark mit Fokus auf E-Mobilität, nahe der chinesischen Stadt Hefei entstehen soll. Unter anderem sei das chinesische Start-Up Nio am Neo Park beteiligt, wolle man dort künftig eigene E-Autos fertigen. Neben Nio sollen andere Unternehmen ebenfalls im Neo Park angesiedelt werden.

Platz genug scheint vorhanden, eine Fläche von 11,3 Quadratkilometer soll zur Verfügung stehen. Auf dieser Fläche soll es möglich sein bis zu eine Millionen Elektroautos pro Jahr zu fertigen sowie 100 GWh Batterien pro Jahr. Entsprechende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen fehlen ebenfalls. Wie chinesische Medien zu berichten wissen sei der Neo Park als „Industriecluster konzipiert, um eine Vielzahl an Unternehmen, darunter auch Nio, am Standort zu vereinen“. „Zentraler Schwerpunkt wird die Forschung und Entwicklung von elektrischen Fahrzeugen sowie die Entwicklung des Autonomen Fahrens“, so Nio selbst über seine Ambitionen im Neo Park.  Es sind über 50.000 Arbeitsplätze geplant, davon mehr als 10.000 im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Anfangsinvestition liegt bei 50 Milliarden Yuan (rund 6,4 Milliarden Euro).

Bereits im Februar 2020 hat das E-Auto Start-Up eine entsprechende Rahmenvereinbarung mit der Stadt Hefei und der Region Anhui unterzeichnet, um sich dort anzusiedeln. Nio profitierte damals von rund 1,3 Milliarden Euro Zusagen, verpflichtete sich seinerseits Fabriken und Forschungszentren in der Stadt zu bauen – die Grundlage für den Neo Park, der nun von der Stadt unter Beiteilung von Nio errichtet wird. Dort soll die gesamte Wertschöpfungskette für intelligente Elektroautos abgebildet werden. Der Park soll einen Produktionswert von 500 Milliarden Yuan (64 Milliarden Euro) pro Jahr erreichen.

Quelle: Electrive.net – Bau von Industriepark in Hefei gestartet

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.