BMW PHEV-Rückruf: Maßnahme zur Fehlerbehebung soll Mitte November zur Verfügung stehen

BMW PHEV-Rückruf: Maßnahme zur Fehlerbehebung soll Mitte November zur Verfügung stehen
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Symbolbild | BMW AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Mitte Oktober hat unser Autor Michael bereits in seinem Artikel „BMW muss 1800 Plug-in-Hybride in Deutschland zurückrufen“ auf eine größere Rückrufaktion für BMWs Teilzeitstromer hingewiesen. Der Grund für die Aktion sind Probleme mit der Hochvoltbatterie, die laut einem Kundenanschreiben bei einem vollgeladenen Akku einen Kurzschluss und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen könnten. Gegenüber Elektroauto-News.net gab BMW zu verstehen, dass durch „interne Analysen Effekte innerhalb von Zellen im Hochvoltspeicher erkannt“ wurden. Ab Mitte November soll „eine Maßnahme zur Behebung des Fehlers bei betroffenen Fahrzeugen“ zur Verfügung stehen.

Nachgehakt hatten wir bei BMW nochmals, da wir Zuschriften von Leser erhalten hatten, welche nicht wussten, wie mit der Rückrufaktion umzugehen ist. So fielen Aussagen wie „Da ich nicht in Gefahr laufen möchte, durch einen Bedienfehler der, durch die Brandgefahr vorgegebenen, speziellen Betriebsweise, einen Brand auszulösen, steht mein neues Fahrzeug seit dem 30.09.2020 in der Garage.“ Kann auch nicht Sinn und Zweck eines solchen Rückrufs sein. Der bayrische Automobilhersteller konnte ein wenig entwarnen. So kann man das Fahrzeug durchaus betreiben, wenn man sich an die Vorgaben des Herstellers hält: „Sie werden gebeten, das Fahrzeug bis zum Werkstatttermin weiterhin nicht per Kabel zu laden bzw. ausschließlich in den im Kundenanschreiben erläuterten Zuständen zu betreiben.“

Betroffen sei ein kleiner, begrenzter Anteil der PHEV-Modelle von BMW, BMW i und MINI. Hierzu zählt man: PHEV F60 (MINI Countryman), G01 (X3), G05 (X5), G11 (7er), G12 (7er lang), G20 (3er), G21 (3er Touring), G30 (5er), G31 (5er Touring), F39 (X2), F45 (2er Active Tourer), F48 (X1), i12 (i8 Coupé) und i15 (i8 Roadster). Weltweit seien gut 26.700 Fahrzeuge betroffen, davon wurde allerdings erst rund ein Drittel ausgeliefert. In Deutschland handle es sich um 5.300 Fahrzeuge, davon bereits gut 1.800 in Kundenhand. Die Ursache für die Probleme, welche zum Rückruf führen hat man ebenfalls spezifiziert:

„In internen Analysen wurden Effekte innerhalb von Zellen im Hochvoltspeicher erkannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in sehr seltenen Fällen Unreinheiten im Produktionsprozess von Zellen nicht vollständig vermieden werden konnten, die die Ursache dafür sein können. Möglicherweise eingebrachte Fremdkörper oder Partikel können bei einem vollgeladenen Hochvoltspeicher zu einer Funktionsstörung führen.“ – BMW Sprecherin

In seltenen Fällen können diese Unreinheiten zum Beispiel zu einem Kurzschluss innerhalb von Zellen im Hochvoltspeicher führen. In den vergangenen Wochen wurden in Deutschland und Österreich drei Fälle eines Fahrzeugbrands von Plug-in-Hybriden von BMW bekannt. Es ist allerdings nicht bestätigt, ob es sich dabei um für den Rückruf in Frage kommende Fahrzeuge handelt. BMW hat hierzu uns gegenüber ebenfalls keine Aussage getroffen.

Weiterhin gilt, dass betroffene Kunden, ihr Fahrzeug bis zum Werkstattaufenthalt nicht mehr per Kabel an einer Ladesäule oder Steckdose zu laden. Zudem nicht mehr im Sportmodus fahren (Sportgasse, manuell oder Nutzung der Schaltwippen). Und zudem darauf achten, über den Verbrennungsmotor die Batterie auf einem niedrigen Ladezustand zu halten. Bei noch nicht ausgelieferten Fahrzeugen wird der Fehler vor Auslieferung behoben.

Quelle: BMW AG – Per Mail

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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