BMW iX: Modellpflege mit mehr Reichweite bis Sommer 2025

BMW iX: Modellpflege mit mehr Reichweite bis Sommer 2025
Copyright:

BMW | Fabian Kirchbauer Photography

Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
  —  Lesedauer 4 min

Modellpflegen in der Autoindustrie laufen in der Regel nach einem einfachen Schema ab. Hier und da gibt es ein paar optische Retuschen, zumeist einen kleinen Leistungsnachschlag, frische Farben, größere Displays nebst Detailverbesserungen im Inneren und speziell für Elektromodelle ein größeres Akkupaket. Etwas anders sieht es bei BMW und seinem luxuriösen Elektro-SUV namens iX aus, der 2021 vorgestellt wurde.

Der BMW iX bekommt zwar noch vor dem Sommer 2025 eine Modellpflege. Diese ist abgesehen von der attraktiveren Front jedoch so überschaubar, dass sie viele kaum wahrnehmen werden. Es gibt Dank verbesserter Technik mehr Reichweite – bei gleicher Akkugröße.

BMW | Fabian Kirchbauer Photography

Der knapp fünf Meter lange Luxus-SUV bekommt eine neue Nomenklatur und wohl etwas mehr Leistung für die Einstiegsvarianten nebst Effizienzverbesserungen, die für ein Reichweitenplus sorgen. Dank neuer Software und geänderter Leichtlaufachsen dürfte der neue BMW iX xDrive60 statt der bisherigen 630 des iX xDrive50 rund 700 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp schaffen. Ein großer Sprung bei der recht müden Ladegeschwindigkeit von maximal 195 kW ist durch die Technikauffrischung jedoch kaum zu erwarten, da das besonders flotte 800-Volt-Bordnetz erst zum Ende des Jahres 2025 mit der Einführung des neuen BMW iX3 aus der Neuen Klasse ansteht.

BMW | Fabian Kirchbauer Photography

Gemäß der Nomenklatur der anderen Elektromodelle BMW i5 und i7 wird diese auch beim über 2,6 Tonnen schweren BMW iX angepasst. So dürfte es ab kommendem Frühjahr mit dem Einstiegsmodell BMW iX xDrive45 losgehen, der den bisher 240 kW / 326 PS starken xDrive40 ersetzt, seine 74 kWh große Batterie jedoch behalten dürfte. Der iX xDrive50 steigt mit seinem knapp 109 kWh großen Batteriepaket ohne große Veränderungen zum xDrive60 auf und das Topmodell trägt ebenso wie die Luxuslimousine ohne echte M-Sportgene die Bezeichnung BMW iX M70 xDrive.

Ein leichter Ausstattungsnachschlag und leichte Modifikationen dürften dafür sorgen, dass auch die Preise steigen und wohl erst oberhalb der 80.000-Euro-Marke beginnen – auch um Platz für den deutlich kleineren iX3 zu schaffen. Aktuell geht es in der Preisliste für den 240 kW / 326 PS starken BMW iX xDrive40 bei 77.300 Euro los. Die stärkeren Versionen iX xDrive50 und iX M60 kosten 107.900 sowie 143.100 Euro.

BMW | Fabian Kirchbauer Photography

Hinter dem Steuer machen sich aufgrund der Tarnmatten im Innenraum keine großen Veränderungen bemerkbar, und etwas überraschend scheinen auch die beiden Displays mit der Modellpflege nicht größer geworden zu sein. Immerhin: Die bisher wenig filigrane Front, die für einen guten cW-Wert sorgte, wirkt auch unter den Tarnfolien etwas gefälliger als bisher. Auf einer kurzen Testrunde rund um das größte BMW-Werk in Spartanburg, in dem der Luxus-SUV jedoch nicht produziert wird, ist vom Techniknachschlag des iX ebenso wenig zu spüren wie von der Arbeit an der Abstimmung. Fahrwerk und Lenkung funktionieren so exzellent, wie man es vom elektrischen Crossover ohnehin schon kennt.

Doch wer zwischen den Zeilen der Projektverantwortlichen lauscht, bei dem verstärkt sich das Gefühl, dass sich für eine Modellpflege abgesehen von eben der geänderten Frontmaske und verbesserten Leichtlaufachsen nicht viel getan hat. Immerhin dürften die Einzelmaßnahmen dafür sorgen, dass der im Werk Dingolfing gefertigte iX ab dem zweiten Quartal trotz identischer Akkutechnik mit einer Ladung die 700-Kilometer-Marke knackt.

BMW | Fabian Kirchbauer Photography
Worthy not set for this post
Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in BMW Elektroautos

Was sich 2026 beim elektrischen Mini Countryman ändert

Was sich 2026 beim elektrischen Mini Countryman ändert

Sebastian Henßler  —  

Mini überarbeitet den elektrischen Countryman gezielt. Neue Technik steigert Effizienz und Reichweite, ohne das Format zu verändern. Marktstart ist im März.

Warum der BMW iX3 in China anders ausfällt als in Europa

Warum der BMW iX3 in China anders ausfällt als in Europa

Stefan Grundhoff  —  

BMW zeigt die Langversion des iX3. Elf Zentimeter mehr Radstand, lokale Software und über 900 Kilometer Normreichweite (CLTC) prägen die China-Strategie.

BMW startet US-Produktion der Neuen Klasse Ende 2026

BMW startet US-Produktion der Neuen Klasse Ende 2026

Laura Horst  —  

BMW kann im US-Werk Spartanburg planmäßig produzieren, nachdem Engpässe bei der Batteriezellversorgung den Start gefährdet hatten.

BMW setzt auch den 4er auf die Neue Klasse, im M4 mit vier E-Motoren

BMW setzt auch den 4er auf die Neue Klasse, im M4 mit vier E-Motoren

Michael Neißendorfer  —  

Während der neue i3 schon in den Startlöchern steht, arbeitet BMW auch schon an einer neuen 4er Reihe. Vor allem der M4 dürfte spektakulär werden.

BMW iX3: Hohe Nachfrage trifft begrenzte Kapazitäten

BMW iX3: Hohe Nachfrage trifft begrenzte Kapazitäten

Sebastian Henßler  —  

Der neue BMW iX3 ist in Europa fast ausverkauft, bevor er startet. Bestellungen decken die Produktion für 2026 ab. Wer jetzt ordert, wartet teils bis 2027.

BMW M will mit der Neuen Klasse so performant wie nie zuvor werden

BMW M will mit der Neuen Klasse so performant wie nie zuvor werden

Sebastian Henßler  —  

Ab 2027 setzt auch BMW M auf die Neue Klasse. Sie soll Rennstreckentauglichkeit, Alltag und Software auf ein bislang unerreichtes Niveau heben.

BMW dank E-Autos weiter im Wachstum – wenn auch knapp

BMW dank E-Autos weiter im Wachstum – wenn auch knapp

Michael Neißendorfer  —  

Krise in der Autoindustrie? Nicht in München: 2025 lieferte BMW gut 2,46 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus. Wachstumsgarant: Elektroautos und Plug-in-Hybride.