Bloomberg: Batteriemarkt soll 2040 bis zu 620 Milliarden Dollar schwer sein

Bloomberg: Batteriemarkt soll 2040 bis zu 620 Milliarden Dollar schwer sein
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Der Batterieboom kommt vor allem nach China und Kalifornien – und er wird noch größer sein als bisher angenommen. Der globale Energiespeichermarkt soll bis 2040 auf insgesamt 942 Gigawatt ansteigen, so eine neue Prognose der Bloomberg NEF (BNEF). Dieses Wachstum wird Investitionen in Höhe von 620 Milliarden Dollar erfordern. Stark sinkende Batteriekosten seien ein wesentlicher Treiber für den Boom, so BNEF. Der Studie zufolge sollen die Investitionskosten für ein Lithium-Ionen-Speichersystem im Versorgungsbereich bis 2030 um etwa 52 Prozent sinken.

Aber nicht nur die stetig sinkenden Kosten der Technologie sind ausschlaggebend. Regierungen von China bis Kalifornien beflügeln die Nachfrage, ebenso wie der weltweite Anstieg von Elektroautos und Solarstrom. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Energiezugang in abgelegenen Gebieten.

„Die Kosten sind schneller gesunken, als wir erwartet haben. Batterien werden unser Leben durchdringen.“ – Yayoi Sekine, Analyst bei BNEF

Die Auswirkungen billigerer Batterien sind weitreichend, stürzen mehrere Branchen und helfen, Technologien voranzutreiben, die zur Bekämpfung des Klimawandels notwendig sind, so Bloomberg. Zwei wichtige Märkte rücken demnach in den Fokus. China, das seine Batterieproduktionskapazitäten massiv ausbaut, wird ein zentraler Akteur im Boom sein. Kalifornien hat unterdessen in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen durchgesetzt, die direkt oder indirekt mehr Batterien anregen werden, einschließlich der Gesetzgebung, die vorsieht, dass bis 2045 der gesamte Strom des Staates aus kohlenstofffreien Quellen kommen muss.

„Speicherung ist schlicht und einfach der nächste vernünftige Schritt in der Entwicklung erneuerbarer Energien. Wenn wir zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzen wollen, brauchen wir Speicher.“ – Edward Fenster, Vorstandsvorsitzender des Solardachunternehmens Sunrun Inc

Die sechs wichtigsten Erkenntnisse aus der neuesten BNEF-Batterieprognose:

  • Der jährliche Einsatz von Energiespeichern wird nun bis 2020 auf über 50 Gigawattstunden geschätzt. Das ist drei Jahre früher als der Ausblick des BNEF vom letzten Jahr.
    Die Energiespeicherung kann bis 2040 sieben Prozent der weltweit installierten Gesamtleistung ausmachen.
  • In der Region Asien-Pazifik werden bis 2040 etwa 45 Prozent der gesamten Installationen auf Megawattbasis installiert. Weitere 29 Prozent verteilen sich auf Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Der Rest, etwa ein Viertel, entfällt auf Amerika.
  • Der Großteil der Speicherkapazität wird bis Mitte der 2030er Jahre im Versorgungsbereich liegen. Danach werden Installationen bei Unternehmen, Industriestandorten und Wohnimmobilien die Größe der Versorgungsunternehmen übersteigen.
  • Auf der Liste der führenden Batterieländer stehen ganz oben: China, die USA, Indien, Japan, Deutschland, Frankreich, Australien, Südkorea und Großbritannien. Südkorea dominiert heute noch den Markt, wird aber Anfang der 2020 von den USA überholt – und beide werden später von China in den Schatten gestellt.
  • Auch in den Entwicklungsländern Afrikas kommen Speicher hinzu. BNEF erklärt es so: Die Energieversorger werden wahrscheinlich erkennen, dass die Kombination von Solar, Diesel und Batterien in entlegenen Gebieten billiger ist als der Ausbau des Stromnetzes oder der Bau eines reinen fossilen Generators.

Quellen: Bloomberg – The Battery Boom Will Draw $620 Billion in Investment by 2040

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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