Bentley Continental GT Hybrid: Mehr E denn je

Bentley Continental GT Hybrid: Mehr E denn je
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Bentley / Press-Inform

Stefan Grundhoff
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  —  Lesedauer 3 min

Von wegen Bentley zieht sich aus den imageträchtigen Achtzylindern zurück. Vorbei ist es nur mit zwölf Zylindern. Doch der neue Bentley Continental GT Hybrid, genauer gesagt ein Plug-in-Hybrid, behält nicht nur acht Brennkammern, sondern bekommt auch einem kräftigen Stromstoß auf mehr als 780 PS. Hinter dem Steuer ist das ein echter Spaßbeschleuniger.

Exklusiver, edler und kraftvoller als in einem Bentley Continental GT kann man mit einem Coupé oder Cabriolet kaum unterwegs sein. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern; außer, der britische Zwillingspärchen lässt sich nach seiner Hybridisierung nochmals deutlich sportlicher bewegen. Denn der bekannte Achtzylinder-Doppelturbo mit vier Litern Hubraum und 441 kW / 600 PS bekommt durch den ins Doppelkupplungsgetriebe integrierten Elektromotor, der 140 kW (190 PS) und 450 Nm Drehmoment leistet, einen imposanten Zusatzschub.

Das macht eine Gesamtleistung von 575 kW (782 PS) und ein maximales Drehmoment von 1000 Nm, das den mehr als zwei Tonnen schweren Viersitzer aus dem Stand in 3,3 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Seine Höchstgeschwindigkeit: 335 km/h. Daran wird auch der neue Bentley-CEO Frank-Steffen Walliser seine wahre Freude haben, der schon den Porsche-911-Modellen nicht nur in Sachen Sportlichkeit Flügel verlieh.

Doch die stattliche Mehrleistung des edlen Briten ist nicht nur bei der ersten Testfahrt auf abgesperrter Rennstrecke allenthalben spürbar. Der Alltagskunde profitiert von dem Elektromotor nicht nur bei Maximaltempo oder Beschleunigung. Vielmehr sorgt das Batteriepaket mit einer Kapazität von 25,9 kWh dafür, dass das Luxuscoupé aus Crewe bis zu 80 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Über den Stecker kann der Akku in knapp drei Stunden an der Steckdose wieder aufgeladen werden, und der Continental GT ist im Alltag immerhin bis zu stattlichen 160 km/h Spitze rein elektrisch zu bewegen.

Nichts verändert hat sich durch die hybride Elektrifizierung am exklusiven Gesamtpaket, denn auch weiterhin bieten Continental GT und Continental GT Cabrio neben einem konkurrenzlosen Luxusambiente im Innern mit Platz für vier Personen technische Raffinessen wie Allradantrieb, Allradlenkung, Torque Vectoring nebst elektronischem Sperrdifferenzial und eine aktive Wankstabilisierung mit 48-Volt-Netz und neuen Zweiventildämpfern, die neben mehr Komfort auch mehr Sportlichkeit in das Luxuscoupé bringt.

Bentley Continental GT Plug-in-Hybrid Test
Bentley / Press-Inform

Das ist bei der ersten Testfahrt deutlich spürbar, denn auch wenn sich das Leergewicht von mehr als 2,2 Tonnen nicht überspielen lässt, sorgen die technischen Finessen dafür, dass er sich im Grenzbereich deutlich leichter und feiner bewegen lässt und mit dem Zusatzschub gerade aus unteren und mittleren Drehzahlen noch schamloser beschleunigt, als man es von ihm kennt. Dafür sorgen insbesondere die 450 Nm Drehmoment des Elektromoduls, die ohne Verzögerung zur Verfügung stehen und die gewaltige Masse imposant bewegen. Eine bessere Lenkpräzision und kräftige Bremsen gibt es ergänzend zu dem Leistungsschub.

Bentley Continental GT Hybrid
Bentley / Press-Inform

Ganz neu entwickelt wurde die neue, mittlerweile vierte Generation des Bentley Continental GT nicht, sondern basiert auf der 2018 erstmals vorgestellten Vorversion, die sich über zahlreiche Designdetails des exklusiven Sondermodells Batur freut. Leider hat der Continental GT in seiner vierten Auflage damit sein besonders charakterstarkes Vier-Augen-Gesicht verloren. Anfang nächsten Jahres soll im Stammwerk im britischen Crewe das 100.000ste Exemplar gefertigt werden. Da kommt die vierte Generation mit Hybridantrieb und acht Zylindern gerade Recht.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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